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Notfalllineal soll falsche Medikamentendosierung bei Kindern vermeiden05.08.2011, Ein sogenanntes Notfalllineal, das von einem Kölner Notfall-Mediziner entwickelt wurde, soll in Zukunft helfen die falsche Arzneimitteldosierung bei Kindern zu vermeiden. Nach einer Initiative zur Einführung des Notfalllineals, der unter anderem Hilfsorganisationen wie die Johanniter-Unfall-Hilfe und das Deutsche Rote Kreuz, sowie die Techniker Krankenkasse angehören, soll zukünftig jeder Notarzt und Sanitäter mit dem neuartigen Lineal ausgestattet werden. Somit hätten sie bei Einsätzen stets ein Messinstrument für die Verwendung der gängigsten Arzneimittel bei Kindern zu Hand. Wie die Techniker Krankenkasse berichtete, kommen falsche Dosierungen bei jungen Patienten dreimal so häufig vor, wie bei Erwachsenen. Die Notfallärzte, die bei rund der Hälfte der jungen Patienten noch vor Ort Medikamente verabreichen müssen, hätten zu wenig Erfahrung mit der richtigen Arzneimitteldosierung bei Kindern. Daraus folgend kann es zu möglichen schwerwiegenden Folgen, wie Atemlähmung oder Herzstillstand, kommen. Mit dem neuen Notfalllineal könne die Verabreichung zu hoher Dosierungen von Medikamenten zukünftig vermieden werden. Wie die Techniker Krankenkasse erklärte, kann der Notarzt am Kopfende des neuartigen Messinstruments die am häufigsten verwendeten Arzneimittel und die passende Dosierung für diese bei bestimmtem Körpergewicht oder bestimmter Körpergröße ablesen. Aktuellen Berichten zufolge haben als erste Bundesländer Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und das Saarland die flächendeckende Einführung des Notfalllineals beschlossen. Alle Einsatzfahrzeuge und Hubschrauber sollen zukünftig mit dem neuen Messinstrument ausgerüstet sein.
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