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Chef der AOK Rheinland/Hamburg fordert Pauschale für Ärzte31.08.2011, Wilfried Jacobs, Chef der AOK Rheinland/Hamburg, hat in einem Interview mit der „Rheinischen Post“ eine Praxis-Pauschale für Ärzte gefordert. Laut Jacobs könne die Festpauschale für Arztpraxen bei bis zu 5000 Euro pro Monat liegen. Dieser monatliche Betrag könne jedoch je nach laufenden Kosten, Patientenzahl und Öffnungszeiten variieren. Nach der Meinung von Jacobs, sollten für Programme zur Qualitätssicherung Zuschläge gezahlt werden. Zudem soll durch eine solche Reform das Gespräch mit dem Patienten für die Ärzte finanziell attraktiver werden. Die sprechende Medizin müsse einen höheren Stellenwert einnehmen als die technischen Leistungen wie Laborarbeiten und Röntgen, so Jacobs. Mit der pauschalen Bezahlung der Ärzte schlägt Wilfried Jacobs eine gänzlich neue Struktur zur Verteilung von Arzthonoraren für niedergelassene Mediziner vor. Ausgangspunkt für die Diskussion ist das Versorgungsgesetz, das noch in diesem Jahr beschlossen werden soll. In diesem soll die Honorarverteilung teilweise neu geregelt werden, da momentan zwischen den einzelnen Ländern eine ungleiche Verteilung herrscht: In manchen Ländern liegt das Honorar deutlich unter dem Durchschnitt. Diese Schieflage ist entstanden, weil die Honorare derzeit nach einer bundesweiten Regelung verteilt werden, die auf den Mengen der ärztlichen Leistungen vom Jahr 2007 beruht. Diese bilden jedoch den Verteilungsmechanismus nicht exakt ab. Nach dem neuen Versorgungsgesetz können die Kassenärztlichen Vereinigungen nun ihre Honorare theoretisch wieder regional aushandeln. Wie diese Regelung jedoch aussehen soll, sorgt im Rahmen des Gesetzgebungsverfahren für hitzige Diskussionen. Während sich Wilfried Jacobs für eine Pauschale einsetzt, fordern andere Stimmen einfach eine schlichte Anhebung der Honorare.
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