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Neues von der EHEC-Front: Während und nach der Krise

KrankenhausDie durch den EHEC-Erreger ausgelöste Epidemie ist noch keineswegs überstanden. Obwohl mittlerweile die Quelle der Erkrankung ausgemacht zu sein scheint, gibt es immer noch Neuerkrankungen. Doch auch an anderer Stelle hat die Epidemie weitreichende Folgen: Bauern in Deutschland und auch in anderen Ländern kämpfen mit starken Umsatzeinbrüchen und zahlreiche Krankenhäuser fordern eine Lösung für die finanzielle Mehrbelastung.


In den vergangenen Wochen wurde viel darüber diskutiert, wer die Kosten für die zahlreichen EHEC-Behandlungen tragen muss, beziehungsweise kann. Vor allem Kliniken in Norddeutschland kämpfen zunehmend mit der deutlichen Mehrbelastung durch die Durchfallepidemie. Befürchtungen wurden laut, dass die Kliniken auf den Kosten für die EHEC-Behandlungen sitzen bleiben würden. Die Bundesregierung sicherte den Kliniken, welche durch die Versorgung der EHEC-Infizierten stark belastet sind, nun jedoch finanzielle Unterstützung zu. Wie Gesundheitsminister Daniel Bahr mitteilte, werde er mit den Krankenkassen über eine Extravergütung beraten. So soll im Sinne aller Beteiligten eine zufriedenstellende Lösung gefunden werden. Vor allem in Norddeutschland hat die Zusammenarbeit mit den Krankenhäuser während der Epidemie hervorragend funktioniert, so Bahr. Dieses Engagement muss nun honoriert werden, damit die Zusammenarbeit in einem ähnlichen Notzustand ebenso gut funktioniert.

Gemüsehändler Frunet und Gesundheitsbehörde legen Streit bei

Doch auch an anderer Stelle scheint ein Streit im Rahmen der EHEC-Erkrankungen beigelegt. Die Hamburger Gesundheitsbehörde und der spanische Gemüsehändler Frunet beenden ihren juristischen Streit. Nach der verführten Warnung vor spanischen Gurken, musste der Gemüsehändler mit heftigen Umsatzeinbußen kämpfen. Frunet-Gruken wurden Ende Mai, nach einem Fund an vier Salatgurken in Hamburg, als erste Infektionsquelle ausgemacht. Der Auslöser schien, wie man einer Vielzahl von Medienberichten entnehmen konnte, gefunden zu sein. Doch bereits kurze Zeit später, wie auch bei zahlreichen anderen Spekulationen, musste diese Annahme revidiert werden. Der auf den Salatgurken gefundene EHEC-Stamm war nicht derjenige, welcher für die in Deutschland kursierende Durchfallerkrankung verantwortlich ist. Während des Gerichtsprozesses ging es der Firma vor allem um die Klarstellung, dass die bundesweite Entwarnung vor Salat, Tomaten und Gurken auch spanische Produkte und somit vor allem die Produkte der Firma Furnet umfasst. Die Firma nahm ihre Anträge auf Erlass einer einstweiligen Anordnung zurück.

Trotz Einigung, die erschreckende Bilanz bleibt

Das Robert-Koch-Institut übermittelt weiterhin neue Erkrankungen. In den vergangen Tagen stieg die Zahl der Infizierten nochmals um 87. Seit dem Ausbruch Anfang Mai sind bundesweit 3.688 Personen an EHEC und HUS erkrankt. Insgesamt 43 Infizierte sind bereits an der Durchfallerkrankung verstorben.

 

 
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 04:35    27.05.2012