Startseite
Gesundheit
Arzt und Patient
Medikamente und Co
Gesetzlich versichert
Privat versichert
Service
Webmastertools
Impressum
Sitemap
News:    

Mutter-Kind-Kuren und Vater-Kind-Kuren

 
Image
(c) fotolia.com / shootingankauf
Mutter-Kind-Kuren oder Vater-Kind-Kuren gehören seit fast einem Jahrzehnt zu den Pflichtleistungen der gesetzlichen Krankenkassen. Die Zahl von Bewilligungen durch die Kassen steigt.

 

Mutter-Kind-Kuren oder Vater-Kind-Kuren gehören seit fast einem Jahrzehnt zu den Pflichtleistungen der gesetzlichen Krankenkassen. Die Zahl von Bewilligungen durch die Kassen steigt. Das liegt auch an den wachsenden Anforderungen im Beruf, an denen Mütter und Väter besonders zu tragen haben. Mit knapp 400 Millionen Euro im Jahr unterstützen die Kassen gemeinsame Kuren von gestressten Elternteilen mit ihrem Nachwuchs. Die Altersgrenze für die Mitnahme von Kindern liegt regulär bei zwölf und im begründeten Einzelfall bei 14 Jahren. Bei Behinderung des Kindes entfällt diese.

Kuren gehören zu den Vorsorge- und Rehaleistungen der Krankenkassen. Grundlage einer bewilligten Kur für Eltern und Kinder ist eine entsprechende ärztliche Verordnung. Diese wird zum Beispiel bei festgestellten Erschöpfungszuständen, wie sie häufig bei überlasteten Eltern im Zusammenhang mit bestimmten anderen charakteristischen Symptomen auftreten, ausgestellt.

Liegt die Verordnung einer Vorsorge- oder Rehamaßnahme vor, kann bei der Krankenkasse ein Kurantrag eingereicht werden. Aus dem Antrag sollte klar hervorgehen, dass durch die Familienverantwortung eine besondere Belastung vorliegt, die mit den gesundheitlichen Problemen im Zusammenhang steht. Die Kassen geben kostenfreie Hilfestellung bei der Antragsstellung.

Unmittelbar nach einer Bewilligung und der Terminbestätigung durch die Rehaeinrichtung sollte der Arbeitgeber informiert werden. Im Falle einer Ablehnung haben Versicherte die Möglichkeit zu widersprechen. Laut Statistik führt jeder zweite Widerspruch bei abgelehnter Kur zum Erfolg.

Dauer einer Kur

Eine reguläre Kurmaßnahme dauert drei Wochen. Für diese Zeit werden die Patienten wie im Falle von akuter Krankheit von der Arbeit freigestellt und erhalten zu 100 Prozent weiterhin ihr volles Gehalt.

Während der Dauer der Kur werden vom Patienten eine Reihe aufeinander abgestimmte Behandlungen im medizinischen und therapeutischen Bereich absolviert. Ergänzend dazu gibt es psychosoziale Angebote und Entspannungsübungen sowie Sport. Eine Reihe von Kurkliniken hat sich auf die Angebote für Mutter-Vater-Kind-Kuren spezialisiert.

Kosten und Zuzahlungen

Die Kosten für stationäre Mutter-Vater-Kind-Kuren werden von allen gesetzlichen Krankenkassen ohne Ausnahme übernommen, wobei eine tägliche Zuzahlung von zehn Euro zu leisten ist. Diese wird nur für den Erwachsenen, nicht aber für die mitreisenden Kinder erhoben.

Geringverdienende und Empfänger von Sozialleistungen haben die Möglichkeit, die jährliche Belastungsgrenze bei den Zuzahlungen geltend zu machen. Diese liegt bei zwei Prozent des Bruttojahreseinkommens. Da sich die Zuzahlung für eine dreiwöchige Kur auf immerhin 210 Euro beläuft, lohnt sich ein Antrag auf Erstattung prinzipiell für alle alleinstehenden Mütter oder Väter, die ALG II beziehen oder weniger als 10.000 Euro brutto im Jahr verdienen.



 

 
Suche

Krankenkassenrechner
Vergleichen Sie alle gesetzl. Krankenkassen in Ihrem Bundesland

Anzeigen
Startseite arrow Gesetzlich versichert arrow Leistungen arrow Mutter-Kind-Kuren und Vater-Kind-Kuren  00:23    18.11.2017