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"Mehr Leistungen statt Prämien" - Frank Spaniol, Vorstand der IKK Südwest

Frank Spaniol, Vorstand der IKK Südwest15. November 2012

Die IKK Südwest war die erste Krankenkasse, die ihren Versicherten eine Prämie aus Überschüssen auszahlte. Heute tritt die Kasse dagegen für mehr Leistungen anstatt Prämien ein. Frank Spaniol, Vorstand der IKK Südwest, erläutert diese Position und zählt konkrete Vorteile für die Versicherten auf. 


krankenkassenRATGEBER:
Einige Krankenkassen gehen angesichts hoher Rücklagen dazu über, ihren Mitgliedern Prämien auszuzahlen und somit an den Überschüssen zu beteiligen. Warum geht die IKK Südwest einen anderen Weg ?

Wir sehen die aktuellen Prämienauszahlungen als rein politische Zugeständnisse ohne jede Substanz und Nachhaltigkeit. Wir setzen auf die dauerhafte Ausweitung unseres Leistungsangebotes und die langfristige Stabilität der Finanzen. Die IKK Südwest war im Jahr 2009 die erste Krankenkasse in Deutschland, die eine Prämie in Höhe von 100 Euro an ihre Mitglieder ausgezahlt hat.

Aus heutiger Sicht stellen wir fest, dass den Versicherten neben einem attraktiven Leistungsportfolio vor allem die langfristige Vermeidung von Zusatzbeiträgen wichtiger als eine einmalige Prämie ist. Das bestätigt auch eine aktuelle Studie, wonach sich eine deutliche Mehrheit in der Bevölkerung dafür ausspricht, die Überschüsse für eine Leistungserweiterung zu verwenden beziehungsweise als Rücklagen für schlechtere Zeiten im Gesundheitssystem zu belassen.

Experten gehen momentan davon aus, dass spätestens 2014 der Gesundheitsfonds ins Minus rutschen wird. Allein durch die Abschaffung der Praxisgebühr ab dem Jahr 2013 gehen der Gesetzlichen Krankenversicherung jährliche Einnahmen in Höhe von rund 2 Milliarden Euro verloren.


krankenkassenRATGEBER: Wenn Sie den Fokus so stark auf ein erweitertes Leistungsangebot legen – wie sieht dieses konkret aus ?

Die IKK Südwest investiert die erwirtschafteten Überschüsse bewusst in dauerhafte Leistungserweiterungen. So übernimmt die IKK Südwest etwa die Kosten für verschiedene Reiseschutzimpfungen wie beispielsweise Hepatitis A/B, Typhus, Cholera oder die Malaria-Prophylaxe. Weitere Schutzimpfungen wie zum Beispiel gegen Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), Rotaviren, Humane Papillomaviren (HPV) und gegen die Virusgrippe (auch für Nicht-Risikopatienten) erhalten die Versicherten der IKK Südwest ebenfalls kostenfrei.

Auch die Kinder- und Jugendvorsorgeleistungen werden ausgeweitet: Die Kosten der Gesundheitsuntersuchungen U10, U11 und J2 für Kinder und Jugendliche werden von der IKK in voller Höhe übernommen und können über die IKK Card direkt beim Arztbesuch abgerechnet werden. Ein weiterer Pluspunkt für unsere Versicherten: Wir übernehmen auch für Männer die Kosten für die Geburtsvorbereitungskurse und bieten Mehrleistungen bei der Haushaltshilfe im Krankheitsfall an.


krankenkassenRATGEBER: Die IKK Südwest ist nur in Rheinland-Pfalz, Hessen und im Saarland geöffnet. Welche Besonderheiten hinsichtlich ihrer Mitgliederstruktur bzw. der Region spielen bei der Erweiterung ihres Leistungsangebotes eine Rolle ?

Gemeinsam mit Ärzten, Krankenhäusern, der Politik und vielen anderen im Gesundheitswesen Beteiligten engagiert sich die IKK Südwest für ein modernes, zukunftsorientiertes Gesundheitssystem in der Region. So können unsere Versicherten im Saarland beispielsweise von dem regionalen integrierten Versorgungsvertrag „IKK Fit und Gesund“ profitieren: Bei Sportverletzungen sorgt hier ein Netzwerk aus Chirurgen, Orthopäden, IKK und Physiotherapeuten dafür, dass eine Behandlung aus einer Hand koordiniert wird, um kurzfristig, schnell und wirksam zu helfen.

Ein weiterer neuer Ansatz der IKK Südwest ist auch unser Pilotprojekt „Risiko-Radar Plötzlicher Herztod“ , das bereits im April 2012 von der Financial Times Deutschland prämiert wurde. Ziel des Programms ist, durch eine spezielle Analyse-Software schwerwiegende Neben- und Wechselwirkungen von Medikamenten aufzudecken und gegebenenfalls alternative Therapiemethoden einzusetzen.

Darüber hinaus profitieren Patienten, die an chronischer Herzinsuffizienz leiden, von dem Telemedizin-Projekt „IKK Herzstark“ .
Des Weiteren übernimmt die IKK Kosten für die Radiowellen-Therapie , eine schonende ambulante Behandlungsmethode, die bislang kein Bestandteil des ambulanten Leistungskatalogs der Gesetzlichen Krankenversicherung ist.

krankenkassenRATGEBER: Auf welchem Weg will die IKK Südwest weiterhin eine hohe Wirtschaftlichkeit sichern und trotzdem nachhaltig mit einem besonders attraktiven Leistungsangebot verbinden ?
    
Dass wir seit Jahren eine erfolgreiche und solide Finanzpolitik bzw. ein funktionsfähiges Kostenmanagement betreiben, beweist unsere positive und stabile Finanzlage. Auch im ersten Halbjahr 2012 hat die IKK Südwest erneut einen Überschuss erwirtschaftet und ein Plus in Höhe von 23,2 Millionen Euro erzielt.

Wir sind die einzige der so genannten Wachstumskassen, die sich dauerhaft im Wettbewerb behauptet hat. Wir zählen heute mit rund 690.000 Versicherten zu den 25 größten Krankenkassen in Deutschland und haben einen regionalen Marktanteil von bis zu 30 % erreicht.

Wir haben den Mut, auch neue Wege zu gehen, und wollen mit modernen Versorgungskonzepten weiterhin als Treiber am Markt agieren. Durch unsere Innovationen sparen wir Kosten ein und können damit wiederum gezielt in Leistungsverbesserungen investieren. Vorhandene Angebote werden ausgebaut, neue, auf die Bedürfnisse der Kunden zugeschnittene Leistungen und Produkte entwickelt.


 

 weitere Informationen über die IKK Südwest

 

 

 

 

 

 
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