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Mehr Augenmass bei der Klinikfinanzierung: Initiative gegen das System der Fallpauschalen

Das Fallpauschalensystem ist die Grundlage der Abrechnung in deutschen KlinikenIn deutschen Krankenhäusern und Kliniken herrscht bekanntermaßen ein akuter Finanzierungsnotstand. Das Soforthilfe-Paket der Bundesregierung schafft für 2013 und 2014 eine zwischenzeitliche Verbesserung durch einen Aufschlag auf die festgelegten Fallpauschalen.

 

Initiative aus Eltern, Klinikangestellten, Vereinen und Stiftungen

In Tübingen hat sich nun eine bundesweit wirkende Initiative gegründet, die das System der Fallpauschalen als Abrechnungsgrundlage in Frage stellt und für die Problematik sensibilisieren möchte. Denn dieses Finanzierungssystem stößt besonders bei schwer kranken Menschen an seine Grenzen. Unter dem Titel “Ich bin keine Fallpauschale*” startete die Initiative eine Info-Kampagne und eine Petition an den Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP). Beteiligt an der Initiative sind Eltern von schwer kranken Kindern und Personal von Universitäts-Kinderkliniken. Als Träger fungieren 13 Eltern- und Fördervereine sowie 2 Stiftungen.


Das Fallpauschalensystem gilt seit zehn Jahren

Im Jahr 2003 wurde dieses System bundesweit  unter dem Namen G-DRG-System ( in deutscher Übersetzung: deutsches diagnosebezogenes Fallgruppen-System) verbindlich als Standard eingeführt. Seitdem wird jeder stationäre Behandlungsfall durch eine DRG-Fallpauschale abgerechnet und von der Krankenkasse vergütet. In einem zentralen Fallpauschalenkatalog sind die Abrechnungssätze und -bestimmungen genau festgelegt und werden jährlich zwischen den Krankenkassen und der Deutschen Krankenhausgesellschaft vereinbart.


Die realen Behandlungskosten liegen oft wesentlich höher 

Die Initiatoren sind durch ihre persönliche Situation stark von der Unterfinanzierung und dem System der Fallpauschalen betroffen, sei es als Eltern von schwer kranken Kindern oder als überlastete Angestellte. Gemeinsam wollen sie gegen die Ursachen dieser Misere angehen, die sie im unzureichend ausgearbeiteten Abrechnungssystem ausmachen. Die Universitätskliniken hätten viele Leistungen zu erbringen, die vom Fallpauschalensystem nicht genügend erfasst und nicht ausreichend vergütet würden. Allein in der Tübinger Unikinderklinik gab es 2012 fast 500 Fälle, deren reale Kosten mehr als 50 Prozent über den festgelegten Fallpauschalensätzen lagen.

Online-Petition an den derzeiten und künftigen neuen Gesundheitsminister 

Bislang haben knapp 3.000 Menschen die Petition an Gesundheitsminister Daniel Bahr unterschrieben. Die Petition wird nach der Bundestagswahl an den zukünftigen neuen Gesundheitsminister übergeben werden.

Petition gegen das Fallpauschalensystem 

Link zur Petition

 

 
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Startseite arrow Gesetzlich versichert arrow Gesundheitspolitik arrow Mehr Augenmass bei der Klinikfinanzierung: Initiative gegen das System der Fallpauschalen  00:23    18.11.2017