240.000. Das ist die Zahl der Frauen, die jährlich an den Folgen des Gebärmutterhalskrebs sterben. Damit ist es noch immer die zweithäufigste Krebsart bei Frauen zwischen 15 und 44 Jahren. Häufig tritt der Krebs erst im Alter zwischen 35 und 45 Jahren auf. Ausgelöst wurde er jedoch bereits in frühen Jahren. Denn der Virus kann jahrelang inaktiv bleiben.
Das Risiko, an Gebärmutterhalskrebs zu erkranken ist – im Gegensatz zu anderen Krebsarten - nicht erblich bedingt, sondern wird durch eine Infektion mit dem sogenannten humanen Papillomvirus (HPV) ausgelöst. Diese Viren werden durch Geschlechtsverkehr oder intimen körperlichen Kontakt übertragen. Die Wahrscheinlichkeit sich mit dem Virus zu infizieren, ist dabei sehr hoch, da der Virus sehr weit bei Frauen und Männern verbreitet ist. Durchschnittlich acht von zehn Frauen kommen einmal in ihrem Leben mit dem Virus in Kontakt Nicht jeder Virus gefährlich Nun ist nicht jeder Virus gleich gefährlich. Vom humanen Papillomvirus existieren etwa 100 Typen. 18 davon sind aggressiv und können den Krebs auslösen. Gelingt es den Viren in die Zellen einzudringen, aktivieren diese die Zellen eine schützende Virenhülle herzustellen, die sie alleine nicht herstellen können. Dabei schalten die Erregerviren die Kontrollmoleküle des Gebärmutterhalszellen aus, die gewöhnlich eine Zellteilung begrenzen und beenden. Es entwickelt sich der Tumor der sich nun unentwegt teilen kann und somit unsterblich wird. Ein gesundes Immunsystem erkennt sehr früh derartig veränderte Zellen und tötet sie ab. Daher verläuft bei den meisten Frauen (in 90 Prozent der Fälle) die Infektion harmlos. Innerhalb von 6 bis 24 Monaten heilt sie von alleine aus. Dabei treten keine Symptome auf. Gelingt es dem Immunsystem jedoch nicht, die mutierten Zellen abzuwehren kann Krebs entstehen. |