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Die Techniker Krankenkasse
Bramfelder Str. 140
22305 Hamburg

Der allgemeine Beitragssatz der TK beträgt 15,6%.


Die Pressemitteilungen der Techniker Krankenkasse

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16.12.2015: Antibabypille: Risikoreiche Präparate 2014 häufig verordnet

Hamburg, 16. Dezember 2015. Junge Frauen, die mit der Antibabypille verhüten, nahmen 2014 überwiegend Pillen der 3. oder 4. Generation. Eine Auswertung von Routinedaten der Techniker Krankenkasse (TK) zeigt, dass zwei von drei (62 Prozent) der TK-versicherten Pillenanwenderinnen im Alter von 11 bis 19 Jahren eines der neueren Präparate genommen haben. Jede 16. Pillenanwenderin in dem Alter nimmt eine Kombination mit dem Wirkstoff Drospirenon (6,4 Prozent). Die neueren Pillengenerationen stehen in der Kritik, weil sie bei gleicher Wirksamkeit ein höheres oder noch unbekanntes Risiko für Thrombosen haben als ältere Präparate.

"Die Pille ist ein zuverlässiges und sicheres Arzneimittel zur Verhütung. Bei unterschiedlichen Risiken und Nebenwirkungen möchten wir, dass unsere Versicherten mit ihrem Arzt sprechen und eine bewusste Entscheidung treffen, welches Pillen-Präparat sie einnehmen", so Dr. Jens Baas, Vorstandsvorsitzender der TK. "Wir appellieren dabei an die Pharmaindustrie, sich ihrer Verantwortung entsprechend zu verhalten und ihr Marketing anzupassen. Die Unternehmen sollten nicht nur die angeblichen Vorteile der neueren Pillen-Generationen - wie zum Beispiel eine reinere Haut - in den Fokus rücken. Auch auf das höhere Thromboserisiko gegenüber anderen Pillen muss hingewiesen werden. Es muss deutlich werden, dass die Pille keine Schönheits-Creme zum Schlucken ist, sondern ein verschreibungspflichtiges Medikament."

Thrombosen sind schwerwiegende Nebenwirkungen, die lebensbedrohliche Folgen haben können, jedoch selten auftreten. "Trotzdem muss jetzt niemand Angst haben oder die Pille überstürzt absetzen", so Professor Dr. Gerd Glaeske von der Universität Bremen. "Wir empfehlen Frauen, die gerade mit der Einnahme einer neueren Pille begonnen haben, einen Termin beim Frauenarzt zu machen und dort die Fragen zu besprechen. Wer ein Präparat schon über mehrere Jahre einnimmt und gut verträgt, kann das Thema beim nächsten Routinetermin ansprechen."

Das Nutzen-Risiko-Verhältnis der Antibabypillen ist zuletzt 2013 bewertet worden. Daraufhin empfiehlt das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte für Erstanwenderinnen und Anwenderinnen unter 30 Jahren die Verordnung einer Pille mit bekanntermaßen niedrigerem Risiko für Thrombosen. Rauchen oder Übergewicht sind Faktoren, die das Thromboserisiko zusätzlich erhöhen und müssen bei der Wahl der Pille berücksichtigt werden.

Weitere Informationen zum Nutzen und Risiken von Antibabypillen und zu deren Verordnungscharakteristika liefert der "Pillenreport", den das SOCIUM, Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik, an der Universität Bremen und die TK dieses Jahr herausgebracht haben. Der Report kann unter www.tk.de (Webcode 770798) heruntergeladen werden.

Für junge Frauen steht zusätzlich die Seite pille.tk.de zur Verfügung. Sie bietet eine Übersicht der verschiedenen Präparate, Antworten auf die wichtigsten Fragen und soll bei der Wahl der richtigen Pille helfen.

 
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