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Wenn es plötzlich schwarz vor Augen wird
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Normalerweise sind wir Menschen aufmerksam gegenüber unserer Umwelt, wir können uns orientieren und reagieren auf Reize. Doch manchmal spüren wir, wie die Knie weich werden, das Gesicht bleich und man die Kontrolle über sich verliert. In der Medizin wird ein solcher Ohnmachtsanfall als Synkope bezeichnet.
Dass jemanden eine Ohnmacht ereilt, ist gar nicht so selten. Experten schätzen, dass 20 bis 50 Prozent der Bevölkerung im Laufe des Lebens mindestens einmal ohnmächtig werden. Bei 6 Prozent aller Krankenhauseinweisungen ist eine Ohnmacht der Grund. Synkopen treten zum Teil nach vorherigen Warnzeichen und manchmal ohne solche Zeichen auf. Betroffen sind Menschen aller Altersgruppen und beiderlei Geschlechts. Bei manchen Menschen kommt es nur ein einziges Mal zu einer Synkope, andere haben wiederholte Synkopen, wobei die Ursachen ungeklärt und also auch unbehandelt bleiben. Manchmal kommt es zu ernsten körperlichen, emotionalen oder psychologischen Folgen. Dazu gehören Stürze oder Unfälle im Strassenverkehr, Arbeitsunfähigkeit sowie Einschränkungen bei den Alltagsaktivitäten - oder gar die Unmöglichkeit, diese normalen Aktivitäten zu bewältigen. Unter Umständen werden diese Patienten arbeitsunfähig und geraten in soziale Isolation; viele leiden aufgrund der Synkopen unter Angstzuständen oder Depression.
Wie stark ein Ohnmachtsanfall ausfällst, kann durchaus unterschiedlich sein. Die leichteste Form der Bewusstseinsstörung wird als Benommenheit bezeichnet. Kennzeichen hierfür sind, dass das Denken und Handeln verlangsamt und die Orientierung erschwert ist. In diesem Zustand ist die betroffene Person noch ansprechbar, sie reagiert auf das Nennen des eigenen Namens oder auf Berührung. Dieser Zustand fühlt sich an, als ob man sehr schläfrig wäre und kurz vor dem Einschlafen steht. Wird das Bewusstsein für kurze Zeit vollständig verloren, gerät der Patient in einen schlafähnlichen Zustand. Hier reagiert er zunächst auch auf keine äußeren Reize wie Berührung oder Sprache mehr. In diesem Zustand ist es meist nicht mehr möglich, den Betroffenen direkt anzusprechen. Sehr starke Reize, wie etwa Schmerz können trotzdem noch wahrgenommen werden. Liegt nur eine leicht Ohnmacht vor, so erwacht der Patienten nach einiger Zeit wieder aus dem Zustand. Erlangt der Patient für längere Zeit nicht mehr das Bewusstsein, so liegt die schwerste Form der Bewusstseinsstörung vor: Das Koma. Hier erscheint der ganze Körper schlaff und die normale Grundspannung der Muskulatur ist herabgesetzt. Die Zunge kann in diesem Zustand zurück in den Rachen sinken und die Atemwege behindern. Zusätzlich können auch Reflexe nicht mehr auslösbar sein. Manche Reflexe haben für den Menschen wichtige Schutzfunktionen. Wenn der Husten- oder Schluckreflex ausfällt, besteht die Gefahr, dass Erbrochenes in die Luftwege des Bewusstlosen gelangt. Im Koma besteht deshalb Lebensgefahr.
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