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Interview mit Rolf Steinbronn, Vorsitzender des Vorstandes der AOK PLUS

Image26.08.2010

Die AOK Plus will 2011 komplett auf Zusatzbeiträge verzichten - wenn die Koalition in Berlin von den angekündigten Reformen nicht abrückt. Vorstandsvorsitzender Rolf Steinbronn im Gespräch mit dem krankenkassenRATGEBER zu den Themen Zusatzbeitrag, Fusionen und der steigenden Beliebtheit der AOK: 

krankenkassenRATGEBER: Die AOK PLUS hat ihren Versicherten für den Zeitraum nach der Fusion 2011 einen Verzicht auf Zusatzbeiträge in Aussicht gestellt.
Wie termingenau können Sie momentan eine Garantie dafür aussprechen ?

Rolf Steinbronn: Wenn planmäßig am 1. Januar 2011 die sächsisch-thüringische AOK PLUS und die AOK Hessen fusionieren, schließen sich zwei wirtschaftlich stabile Partner zusammen. Nach sorgfältiger Prüfung, gediegener Vorbereitung und einer straffen Haushaltsplanung kann ich sagen: wir werden im Jahr 2011 keinen Zusatzbeitrag erheben, wenn die Bundespolitik ihre angekündigten Reformvorhaben umsetzt.

krankenkassenRATGEBER: Abgesehen vom Zusatzbeitrag – warum sollten sich Ihrer Meinung nach Versicherte für die AOK PLUS entscheiden ?

Rolf Steinbronn: Ein Kassenvergleich der Stiftung Warentest hat der AOK PLUS im August bescheinigt, bundesweit Klassenprimus bei Service-Qualität und Kundenfreundlichkeit zu sein. Wir sind praktisch für jeden komfortabel erreichbar: in Filialen, am Servicetelefon rund um die Uhr und selbstverständlich online.
Unsere Kunden profitieren von unserer Größe auch insofern, dass wir vernetzte Versorgung durch Ärzte, Krankenhäuser und andere Leistungsanbieter für sie organisieren. Wir geben viel Geld aus für Prävention und Gesundheitsförderung unserer Versicherten. Und wir haben für verschiedene Ansprüche interessante Wahltarife in petto.

krankenkassenRATGEBER:  Die AOKen haben seit einiger Zeit einen starken Zulauf von Versicherten. Worauf führen Sie diesen Erfolg zurück ?

Rolf Steinbronn: Da die meisten Leute als Erstes auf´s Geld schauen, ist sicher ausschlaggebend, dass wir sagen: wir werden zu den Letzten gehören, die einen Zusatzbeitrag erheben. 75.000 neue Versicherte sind allein in den ersten 7 Monaten dieses Jahres zu uns gekommen.
Die Stabilität eines großen Hauses ist in unsicheren Zeiten für die meisten Menschen offensichtlich ein entscheidender Wert. Aber die Kunden bescheinigen uns auch immer wieder, dass sie beeindruckt sind, worum sich ihre Krankenkasse so kümmert: wir sind seit drei Jahren in 500 Kitas mit einem Programm zur gesunden Ernährung unterwegs, wir machen in Schulen Suchtprävention und bieten Kurse für Seniorensport an.
Wir haben Programme zur Diabetikerbetreuung und für Herzkranke, in denen  Zehntausende von hohen medizinischen Standards profitieren und kümmern uns mit ausgebildeten Pflegeberatern auch darum, dass es dem Einzelnen am Ende des Lebens gut geht.
Das Alles spricht für uns und es spricht sich offenbar herum.

krankenkassenRATGEBER:  Die Anzahl der verbleibenden AOKen schrumpft nahezu mit jedem Quartal. Politiker rufen mittlerweile schon nach dem Kartellamt. Hand aufs Herz – wird es bald die Vereinigte Bundes-AOK geben ?

Rolf Steinbronn:  Das glaube ich nicht. Ein Schiff muss steuerbar bleiben. Ab einer bestimmten Größe verliert der Kapitän auf der Brücke selbst mit den besten Navigationsgeräten den Überblick.
Diese kritische Größe haben wir sicher noch nicht erreicht, aber auch im AOK-System kann ein gesunder Wettbewerb nicht schaden.

 

Das Interview führte Jörg Wunderlich

 

Alle Infos und Wechselunterlagen zur AOK Plus im Kassenprofil

 

 

 

 
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