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Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs

Image Der Nobelpreis für Medizin 2008 geht an einen Deutschen: Harald zur Hausen wird für die Entdeckung der humanen Papillomaviren (HPV) geehrt, die Gebärmutterhalskrebs auslösen können. Dank seiner Forschung war es möglich einen Impfstoff gegen diese Krebsform zu entwicklen der sich auf dem Markt befindet. Es ist der erste Impfstoff gegen Krebs überhaupt.

Häufige Krebsform bei Frauen

Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gehört Gebärmutterhalskrebs zu den fünf tödlichsten Krebsarten bei Frauen. Jedes Jahr erkranken weltweit rund eine halbe Millionen Frauen daran. In Deutschland sind es nach Angaben des Robert-Koch-Instituts etwa 6200 Erkrankungen pro Jahr. Etwa 1700 davon sterben pro Jahr. Seit Ende 2006 ist ein Impfstoff gegen einige HP-Viren zugelassen, die neben Warzen im Genitalbereich auch Gebärmutterhalskrebs verursachen können. Die ständige Impfkommission des Robert-Koch-Institutes (STIKO) empfiehlt eine HPV-Impfung für alle Mädchen zwischen 12 und 17 Jahren. Im Idealfall sollte die aus drei Dosen bestehende Impfung vor dem ersten Geschlechtsverkehr durchgeführt werden.

Impfung in drei Schritten

Die Impfung richtet sich gegen zwei HPV-Typen, die für etwa 70 Prozent aller Fälle von Gebärmutterhalskrebs verantwortlich gemacht werden. Die Impfstoffe gegen die beiden HPV-Stämme müssen innerhalb von sechs Monaten dreimal in den Oberarm injiziert werden. Die zweite Impfung erfolgt zwei Monate, die Dritte sechs Monate nach der Erstimpfung. Erst nach der dritten Spritze hat die Impfung den vollen Schutz. Derzeit ist noch nicht abschließend geklärt, wie lange die Impfung wirkt und ob Auffrischimpfungen notwendig sind. Die Nebenwirkungen der Impfungen fallen im Allgemeinen harmlos aus. Neben leichten Rötungen, Schmerzen oder Verhärtungen am Injektionsort sind außer Fieber kaum andere nennenswerten Nebenwirkungen bekannt.

Wann zahlt die Kasse?

Die Impfung wird gemäß der STIKO-Empfehlung von den gesetzlichen Krankenkassen für Mädchen und junge Frauen im Alter zwischen 12 und 17 Jahren übernommen. Einige Krankenkassen erstatten jedoch über diese Grenzen hinaus. Sprechen Sie mit Ihrer Krankenkasse. Eine Übersicht über gesetzliche Krankenkassen, die die HPV-Impfung über den von der STIKO empfohlenen Personenkreis hinaus erstatten, bietet www.impfkontrolle.de.

Autor: Tobias Röver

 

 
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