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Im Interview: Werner Terlohr - Vorstandsvorsitzender der Vereinigten IKK

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Seit dem 1. Juli 2010 sind die SIGNAL IDUNA IKK und die IKK Nordrhein fusioniert und treten unter dem neuen Namen Vereinigte IKK auf. Werner Terlohr ist Vorstandsvorsitzender und spricht im Interview über das Profil der neuen Krankenkasse. 


krankenkassenRATGEBER:
Mit der neuerlichen Fusion zur Vereinigten IKK entsteht eine weitere überregionale Super-IKK. Verstehen Sie sich trotzdem weiterhin als Partner des mittelständischen Handwerks?

Werner Terlohr: Seit dem 1. Juli belegen wir mit 1,6 Millionen Versicherten Platz 13 von etwa 165 gesetzlichen Krankenkassen. Dies bedeutet eine starke Verhandlungsposition, die wir im Interesse unserer Kunden ausschöpfen. Und ja, natürlich bleiben wir Handwerk und Mittelstand verbunden – hier liegen unsere Wurzeln und langjährigen Erfahrungen.
 
krankenkassenRATGEBER: Welche neuen Versichertengruppen möchten Sie neben den traditionellen ansprechen?

Werner Terlohr: Wir versichern schon heute Menschen aus allen Berufen und Branchen. Ganz besonders sprechen wir mit unserem Arzttarif persönlich-plus alle Gesundheitsbewussten an. Das Konzept: Wer aktiv etwas für die Gesundheit tut, wird von uns individuell belohnt – ob Gesunde oder Erkrankte, Berufsstarter oder Rentner, Singles oder Familien. Übrigens: Derzeit bauen wir in allen Regionen unser Geschäftsstellennetz aus – insbesondere mit dem Schwerpunkt Niedersachsen.

krankenkassenRATGEBER: Welche nennenswerten Tarif- oder Leistungsänderungen gibt es durch die Fusion?

Werner Terlohr: Wir haben Leistungen und Tarife beider Krankenkassen verglichen und das jeweils bessere Angebot für die Vereinigte IKK übernommen. Versicherte der ehemaligen IKK Nordrhein erhalten dadurch beispielsweise zusätzliche Leistungen bei der Haushaltshilfe und können sich in den Arzttarif persönlich-plus einschreiben. Auch das Bonusprogramm einfach-gesund-plus gilt ab sofort für alle Versicherten, die sich damit eine Zusatzversicherung ohne Mehrkosten sichern können. Künftige Teilnehmer des Wahltarifs Selbstbehalt profitieren ebenfalls von verbesserten Konditionen.

krankenkassenRATGEBER: Die bisherige Signal Iduna IKK engagierte sich finanziell stark bei der betrieblichen Gesundheitsförderung. Wird es das Bonusprogramm für Firmen weiterhin geben ?

Werner Terlohr: Die betriebliche Gesundheitsförderung wird bei der neuen Vereinigten IKK großgeschrieben. Für rund 190.000 Betriebe und deren Mitarbeiter bieten wir eine maßgeschneiderte Gesundheitsförderung an. Natürlich wird es auch das Bonusprogramm für Betriebe weiter geben. Ich kann allen Firmeninhabern nur raten: Sprechen Sie mit unseren Gesundheitsmanagern. Die Teilnahme am Bonusprogramm für Betriebe wird doppelt belohnt: erstens mit gesunden Mitarbeitern und zweitens finanziell durch die Vereinigte IKK . Je nach Engagement erhält der Betrieb feste Prämien von 100 bzw. 200 Euro (pro bei uns versichertem Beschäftigten), der Versicherte selbst erhält 100 Euro.

krankenkassenRATGEBER: Was hat es mit dem geplanten Zentrum für Gesundheitsförderung auf sich? Wo wird dieses errichtet und nach welchem Modell soll es arbeiten?

Werner Terlohr:
Das geplante Zentrum für Gesundheitsförderung fasst verschiedene Maßnahmen in Düsseldorf unter einem Dach zusammen: zum einen alle Instrumente der betrieblichen Gesundheitsförderung – also unser Bonusprogramm für Betriebe und die IKKimpuls-Werkstatt mit ihren vier Bausteinen Analyse, Zirkel, Report und Trainings. Zum anderen soll der Bereich der Prävention von hier aus betreut und organisiert werden. Unsere Versicherten profitieren so von gebündelten Kompetenzen der Mitarbeiter und von schnellen Abläufen, die durch das Zentrum für Gesundheitsförderung ermöglicht werden. Ein Beirat aus Vertretern des Verwaltungsrates der Vereinigten IKK, der Wissenschaft und der Politik soll die grundsätzlichen Ziele und Maßnahmen des Zentrums wissenschaftlich begleiten und dessen Aktivitäten fördern. Das Zentrum wird mit Institutionen des Handwerks und des Mittelstands im Dialog stehen, um deren Bedürfnisse in die Projekte und Themenfelder einzubeziehen.

krankenkassenRATGEBER:  Die neue Krankenkasse führt im Titel nicht länger den Namen der privaten Versicherungsgesellschaft Signal Iduna Gruppe. Bleibt es trotzdem bei der Exklusiv-Partnerschaft im Bereich private Zusatzversicherung oder gibt es neue Optionen?

Werner Terlohr: Auch mit dem neuen Namen bleibt die erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Signal Iduna Gruppe erhalten, wir bauen unsere Kooperationen sogar noch weiter aus. Bleiben Sie gespannt: Gemeinsam entwickeln wir ergänzend zum bisherigen Programm weitere Konzepte im Bereich Zusatzversicherungen, die den Bedürfnissen unserer Kunden entsprechen.

krankenkassenRATGEBER: Das zweite Quartal 2010 ist um. Wie langfristig kann die Vereinigte IKK einen Zusatzbeitrag nach der Fusion verbindlich ausschließen ?

Werner Terlohr: Wir halten unser Versprechen und erheben 2010 keinen Zusatzbeitrag. Dank einer soliden Finanzpolitik und erfolgreichem Kostenmanagement ist die Vereinigte IKK für die Zukunft gut aufgestellt – dies gilt auch für mögliche gesundheitspolitische Reformen, auf die wir gespannt sind.


Das Interview führte Jörg Wunderlich

 

Alle Infos und Wechselunterlagen zur Vereinigten IKK im Kassenprofil

 

 


 

 
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