Startseite
Gesundheit
Arzt und Patient
Medikamente und Co
Gesetzlich versichert
Privat versichert
Service
Webmastertools
Impressum
Datenschutz
Sitemap
News:    

Im Interview: Vorstandsvorsitzender der KKH-Allianz, Ingo Kailuweit

Image24. November 2011

Die KKH-Allianz hat heute die Abschaffung des Zusatzbeitrags zum 01.03.2012 verkündet. Somit ist sie die erste Krankenkasse, die den Zusatzbeitrag 2012 wieder abschaffen kann. Doch auf welcher Basis fußt diese positive Nachricht für alle Versicherten? Vorstandsvorsitzender, Ingo Kailuweit, spricht im Interview über den Zusatzbeitrag, aber auch über die Pläne der KKH-Allianz.


krankenkassenRATGEBER:
Nachdem die KKH-Allianz ein deutliches Defizit im Haushalt zu verzeichnen hatte, war die Erhebung eines Zusatzbeitrags 2010 notwendig geworden. Aufgrund welcher Basis ist es Ihnen nun möglich, den Zusatzbeitrag wieder abzuschaffen?

Ingo Kailuweit: Zum einen haben wir unsere Hausaufgaben gemacht, indem wir auf die verschärften Marktbedingungen mit einer umfassenden Umstrukturierung und Spezialisierung unseres Unternehmens reagiert haben. Zum anderen hat sich durch die gesetzlich verordnete Anhebung der Beitragssätze die Einnahmesituation der KKH-Allianz verbessert. Wir rechnen damit, das Jahr 2011 mit einem Überschuss von 140 Millionen Euro abzuschließen. Somit haben wir dann bereits mehr als die gesetzlich geforderte Rücklage erwirtschaftet.

krankenkassenRATGEBER: Krankenkassen, die aufgrund ihrer finanziellen Lage einen Zusatzbeitrag erheben müssen, klagen oftmals über einen deutlichen Mitgliederschwund. Wie sieht es diesbezüglich bei der KKH-Allianz aus – welche negativen und auch vielleicht positiven Auswirkungen hatte der Zusatzbeitrag?

Ingo Kailuweit: Natürlich hat der Zusatzbeitrag auch bei uns zu Mitgliederverlusten geführt. Für uns war es wichtig, keine Leistungen zu kürzen und gleichzeitig solide zu wirtschaften. So konnte und kann die KKH-Allianz ihren Versicherten weiter innovative Produkte anbieten.

krankenkassenRATGEBER: Durch den Wegfall des Zusatzbeitrags gewinnt die KKH-Allianz deutlich an Attraktivität. Welche Besonderheiten im Leistungsangebot zeichnen die KKH-Allianz zudem aus?

Ingo Kailuweit: Die KKH-Allianz steht für innovative und moderne Behandlungsmethoden. Zum Beispiel bieten wir Kopfschmerzpatienten eine individuelle Versorgung an. Dadurch können Kopfschmerztage erwiesenermaßen um die Hälfte reduziert werden. Ein weiteres Plus sind attraktive Zusatzversicherungen, die wir unseren Mitgliedern gemeinsam mit unserem Kooperationspartner anbieten. Auch technische Innovationen werden bei uns groß geschrieben: So haben wir für unsere Kunden verschiedene Apps fürs iPhone zum Themenfeld Gesundheit entwickelt.

krankenkassenRATGEBER: Ist die Erhebung eines Zusatzbeitrags ihrer Meinung nach ein entscheidender Faktor für einen Krankenkassenwechsel? - Welche Faktoren sollten die Versicherten beherzigen, wenn sie auf der Suche nach einer geeigneten Krankenkasse sind?

Ingo Kailuweit: Die überwiegende Mehrheit der Versicherten – nämlich gut drei Viertel – achtet heute bei den Gesundheitsausgaben mehr auf die Qualität als auf den Preis, so das Ergebnis einer von uns beauftragten Umfrage. Und immerhin gut jeder Zweite wäre tendenziell bereit, für interessante Zusatzleistungen seiner Krankenkasse etwas mehr zu bezahlen. 42 Prozent der Versicherten würden ihrer Kasse sogar mehr bezahlen wollen, allein für das Gefühl, sich dort gut und sicher aufgehoben zu fühlen.

krankenkassenRATGEBER: Kein Zusatzbeitrag mehr! – Ein positiver Trend, über den sich sicherlich jeder Versicherte freut. Auf welche positiven Neuerungen können sich die Mitglieder der KKH-Allianz zudem zukünftig noch einstellen?

Ingo Kailuweit: Natürlich werden wir auch zukünftig unseren Mitgliedern neben den gesetzlich vorgeschriebenen Leistungen zahlreiche interessante Zusatzprodukte anbieten. So werden wir zum Beispiel im nächsten Jahr unser Beratungsangebot für Pflegebedürftige und deren Angehörige ausbauen.

krankenkassenRATGEBER: Neben der Erhebung von Zusatzbeiträgen ist das Gesundheitssystem aktuell auch durch zahlreiche Fusionen geprägt. Wie sieht es diesbezüglich bei der KKH-Allianz aus – sind Fusionen geplant?

Ingo Kailuweit: Bei uns stehen Überlegungen zu Fusionen derzeit nicht auf der Tagesordnung. Für uns wäre es immer unabdingbare Voraussetzung, dass Geschäftsmodelle zueinander passen und durch eine Fusion sowohl Qualität als auch Effizienz steigen.

Das Interview führte Constanze Dewald

 
Weitere Berichte zum Thema:.

 
Suche

Anzeigen
Startseite arrow Gesetzlich versichert arrow Im Interview arrow Im Interview: Vorstandsvorsitzender der KKH-Allianz, Ingo Kailuweit  02:56    23.01.2019