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Im Interview: Vorstandsvorsitzender der BKK Dr. Oetker, Klemens Kläsener

Klemens Kläsener01. Dezember 2011

Die Krankenkasse BKK Dr. Oetker bietet ihre Leistungen ab dem 1. Januar 2012 unter dem neuen Namen Heimat Krankenkasse an. So will das Unternehmen sein Profil als eigenständige Betriebskrankenkasse unterstreichen. Ganz nach dem Motto „Alles bleibt. Nur noch besser.“ erklärt Vorstandsvorsitzender Klemens Kläsener, welche Veränderungen die Umbenennung mit sich bringt.

krankenkassenRATGEBER: Ab dem 1. Januar 2012 werden die Leistungen der BKK Dr. Oetker unter einem neuen Namen angeboten. Wie kam es zu dieser Veränderung?

Klemens Kläsener: Die BKK Dr. Oetker ist wirtschaftlich stark und hat sich sehr erfolgreich entwickelt. Die aktuellen Veränderungen am Krankenkassenmarkt zeigen uns jedoch auch, wie wichtig es ist, sich mit einem individuellen und trennscharfen Profil im Wettbewerb zu positionieren. Unter unserem jetzigen Namen BKK Dr. Oetker entsteht häufig der Eindruck, dass wir vorrangig Mitarbeiter der Oetker-Gruppe versichern. Ein Irrtum! Schon heute sind mehr als 90 Prozent unserer Versicherten nicht in Unternehmen der Oetker-Gruppe angestellt – dies zeigt, wie gut unsere Angebote auch in anderen Regionen und Unternehmen angenommen werden. Mit der Umbenennung in Heimat Krankenkasse möchten wir unsere bundesweite Öffnung für Mitglieder aus ganz Deutschland unterstreichen und unser Profil als eigenständige Betriebskrankenkasse schärfen. Im Zeitalter von Kassen-Fusionen und -Insolvenzen setzen wir mit unserer Umbenennung bewusst ein positives Signal für unsere zukunftsorientierte Weiterentwicklung.


krankenkassenRATGEBER:
Ist mit der Namensänderung eine Distanzierung von dem ehemaligen Namensgeber Dr. Oetker verbunden?

Klemens Kläsener: Nein, unser partnerschaftliches Verhältnis zum Hause Dr. Oetker wird auch in Zukunft bestehen bleiben. Wir sind stolz auf unsere Wurzeln und werden uns diesen stets verbunden fühlen. Wie auch andere Unternehmen der Oetker-Gruppe, die unter eigenem Namen firmieren, sind auch wir stark genug, uns eigenständig am Markt zu behaupten. Von Seiten unseres Gründerunternehmens wird dieser Schritt unterstützt und mit Anerkennung und Stolz begleitet.


krankenkassenRATGEBER: Warum ist die Entscheidung im Hinblick auf einen neuen Namen auf „Heimat Krankenkasse“ gefallen?

Klemens Kläsener: Der Begriff „Heimat“ hat in den letzten Jahren eine ganz neue Bedeutung in unserer Gesellschaft erlangt. Während man früher noch an leicht angestaubte Volksmusik und Trachtenmode dachte, ist „Heimat“ heute moderner und aktueller denn je besetzt. In unserer schnelllebigen Zeit, in der vieles immer unpersönlicher und anonymer wird, sehnen sich viele Menschen wieder nach mehr Halt und Nähe, nach mehr Sicherheit und Geborgenheit. Heimat definieren wir da, wo wir uns wohlfühlen, wo es Menschen gibt, auf die wir uns verlassen können. Insbesondere wenn es um ein so sensibles und persönliches Thema wie die eigene Gesundheit geht, ist ein verlässlicher und kompetenter Partner gefragt. Die vertrauensvolle Begleitung unserer Versicherten in allen Gesundheitsfragen ist uns seit jeher wichtig, Verantwortung, Service und Qualität unsere zentralen Werte. Mit unserem neuen Namen Heimat Krankenkasse bringen wir dies noch stärker zum Ausdruck. Dabei kombinieren wir den Begriff Heimat auch bewusst mit einem sehr frischen, modernen Erscheinungsbild. Denn genau diese Mischung aus Bodenständigkeit und Dynamik macht uns aus. Wir ändern folglich nur unseren Namen, nicht aber unser Wesen.


krankenkassenRATGEBER: Gehen mit dem neuen Namen auch Veränderungen im Leistungsangebot einher oder bleibt dort alles beim Alten? – Auf welche Neuerungen können sich die Versicherten zudem in Zukunft freuen?

Klemens Kläsener: Unser Motto zum Thema Umbenennung lautet „Alles bleibt. Nur noch besser.“ Diesem Versprechen an unsere Versicherten fühlen wir uns streng verpflichtet. Unsere Versicherten müssen keine Kürzungen in unserem umfassenden Service- und Leistungsangebot befürchten. Im Gegenteil: Unser Leistungsspektrum wird zum Jahreswechsel sogar noch erweitert. Als erste Stichpunkte kann ich hier bereits die Professionelle Zahnreinigung, ein Kinderbonusprogramm, einen Arzt-Terminservice sowie Reise-Impfungen nennen. Über die genauen Details werden unsere Versicherten im Dezember informiert.


krankenkassenRATGEBER: Es wurde bereits bekannt gegeben, dass die BKK Dr. Oetker auch 2012 keinen Zusatzbeitrag erheben wird. Auf welcher Basis fußt dieses Versprechen? Können Sie dieses auch für 2013 geben?

Klemens Kläsener: Die BKK Dr. Oetker wird sich auch unter ihrem neuen Namen Heimat Krankenkasse durch ihr vorausschauendes Handeln und solides Wirtschaften auszeichnen. Wir sind schuldenfrei und verfügen über ausreichende Rücklagen. Auch die Jahre 2011 und 2012 werden wir mit einem Überschuss abschließen. Aufgrund unserer stabilen wirtschaftlichen Lage hat unser Verwaltungsrat bereits im September beschlossen, auf einen Zusatzbeitrag im nächsten Jahr verzichten zu können. Auf Basis der bereits verfügbaren Zahlen können wir sehr beruhigt und optimistisch in die Zukunft blicken. Auch für das Jahr 2013 werden wir deshalb keinen Zusatzbeitrag planen.


krankenkassenRATGEBER: Die Kassenlandschaft ist neben der Erhebung von Zusatzbeiträgen aktuell vor allem durch zahlreiche Fusionen geprägt. Wie sieht es diesbezüglich bei der BKK Dr. Oetker aus – haben Sie einen geeigneten Fusionspartner im Auge?

Klemens Kläsener: Dafür besteht bei uns glücklicherweise keine Notwendigkeit. Fusionen werden in der Regel eher von Kassen geschlossen, von denen mindestens eine bereits finanziell angeschlagen ist. Dies ist bei uns nicht der Fall. Wir sind wirtschaftlich sehr gut für die Zukunft aufgestellt, so dass eine Fusion für uns in absehbarer Zeit nicht in Frage kommt.


krankenkassenRATGEBER: Erst kürzlich wurde bekannt gegeben, dass die BKK für Heilberufe schließen muss. Wie groß ist die finanzielle Mehrbelastung, welche die BKK Dr. Oetker im Zuge dessen bewältigen muss?

Klemens Kläsener: Finanzielle Hilfen für die BKK für Heilberufe waren schon seit längerer Zeit absehbar, so dass wir eine finanzielle Mehrbelastung bereits im Jahresergebnis 2010 berücksichtigt haben. Zusätzliche Kosten entstehen für uns aktuell nicht.


krankenkassenRATGEBER: Als Konsequenz aus den Schließungen der City BKK und BKK für Heilberufe hat der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung die Bundesregierung aufgefordert, den gesetzlichen Krankenkassen ihre Beitragsautonomie zurück zu geben. Haben Sie auch den Wunsch, dass die Krankenkassen ihren Beitragssatz zukünftig wieder selbst festlegen können?

Klemens Kläsener: Als Krankenkasse, deren Beitragssatz bis 2010 bei 12,9 Prozent lag, wäre dies für uns sicherlich eine attraktive Option. Die gesetzlich Versicherten hatten in Zeiten der Beitragsautonomie viel bessere Möglichkeiten, das Preis-Leistungsverhältnis von Kassen zu bewerten und zu vergleichen. Unter dem aktuellen Gesundheitsfonds müssen Krankenkassen andere Wege finden, um sich von den Wettbewerbern zu unterscheiden. Wir setzen hier zum einen auf unser ausgezeichnetes Leistungsangebot und zum anderen auf unsere sehr persönliche und individuellen Begleitung und Beratung unserer Versicherten. Unsere steigenden Mitgliederzahlen und sehr guten Kundenbewertungen zeigen uns, dass wir damit goldrichtig liegen. Unsere Umbenennung in Heimat Krankenkasse betrachten wir als weiteren Schritt in eine erfolgreiche Zukunft.

Das Interview führte Constanze Dewald

 
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