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Im Interview: Prof. Dr. h.c. Herbert Rebscher - Vorstandsvorsitzender der DAK

Prof. Dr. h.c. Herbert Rebscher - Vorstandsvorsitzender der DAKNur noch wenige Wochen sind es bis zur Einführung des neuen Finanzierungssystems in der Gesetzlichen Krankenversicherung. Vieles wird sich ändern - nicht nur der Beitragssatz.
Prof. Dr. h.c. Herbert Rebscher, Vorstandsvorsitzender der DAK, beantwortete im Interview Fragen zum Leistungsspektrum und zur Beitragssatzgestaltung bei der DAK unter den Bedingungen des Gesundheitsfonds.  


krankenkassenRATGEBER:
Die Ersatzkassen haben Anfang Oktober gemeinschaftlich einen Einheitsbeitrag von mindestens 15,8% gefordert, um eine Unterfinanzierung durch den Gesundheitsfonds zu vermeiden. Müssen die DAK-Versicherten 2009 mit einem Zusatzbeitrag rechnen?

Prof. Dr. Herbert Rebscher:
Die DAK wird 2009 keinen Zusatzbeitrag erheben. Auch wenn der politisch festgesetzte Beitragssatz u. E. zu niedrig angesetzt ist, werden wir alles unternehmen, um unsere Kunden nicht zu belasten.

krankenkassenRATGEBER:  Im aktuell sich verschärfenden Wettbewerb treten Sie mit dem Slogan "DAK-Mehr-Leistung" auf. Worin besteht dieses "Mehr" für die Versicherten und kann es auch unter den Bedingungen des Gesundheitsfonds ein "Mehr" bleiben?

Prof. Dr. Herbert Rebscher: Die DAK stellt immer wieder unter Beweis, dass sie bei Leistungen und Service vorne liegt.  Das bestätigen  auch Tests von unabhängigen  Verbrauchermedien und Wirtschaftsmagazinen  wie ÖKOTEST und FOCUS MONEY.. Der Kunde profitiert mit bester Beratung, ausgezeichneten Leistungen und maßgeschneiderten Individualtarifen. Bei der Entwicklung neuer Versorgungsformen ist die DAK besonders aktiv: So hat sie die meisten Verträge zur  Integrierten Versorgung abgeschlossen. Hier geht es darum, medizinische Behandlungsschritte optimal miteinander zu vernetzen.

krankenkassenRATGEBER:  Welchen Tarif bzw. welches Programm würden Sie als besonders innovativ oder sogar einzigartig hervorheben wollen ?

Prof. Dr. Herbert Rebscher: Unser Programm „DAK-Besser leben“ setzt Maßstäbe. Ergänzend zur Therapie des Hausarztes bieten wir chronisch Kranken ein telefonisches Coaching zur Steigerung der Compliance  und zur Lebensstiländerung an. Viele chronisch Kranke haben Schwierigkeiten, ihr Leben dauerhaft gesünder zu gestalten. Die Ärzte haben im Praxisalltag oft nicht genügend Zeit, ausführlich darauf einzugehen und Hilfestellung zu geben. Unser Programm bietet hier eine wesentliche Entlastung, ohne in die ärztliche Behandlung einzugreifen. Hier sind wir Vorreiter, denn in einigen Jahren wird man ohne diese Programme nicht mehr auskommen. Derzeit läuft das Programm als Modell in Bayern und Baden-Württemberg.

krankenkassenRATGEBER:  Für Selbstständige fällt ab 2009 durch die Gesundheitsreform der Anspruch auf Krankengeld weg und ist nur durch einen Wahltarif zu ersetzen. Welche Möglichkeit bietet die DAK ihren Freiwillig Versicherten, die davon betroffen sind ?

Prof. Dr. Herbert Rebscher: Die DAK erweitert zum 1. Januar 2009 ihr Leistungsangebot. Ein neuer Wahltarif bietet freiwillig versicherten Selbständigen, Künstlern und Publizisten finanzielle Sicherheit auch während einer längeren Erkrankung. Mit dem Tarif  DAKpro Krankengeld können sie einen Einkommensverlust wegen Krankheit optimal ausgleichen.
Im Gegensatz zur privaten Krankenversicherung findet beim DAK-Wahltarif keine Gesundheitsprüfung statt. Vorerkrankungen wirken sich nicht auf die Beitragshöhe aus, die für Männer und Frauen gleich ist. So können sich zum Beispiel Selbstständige bis 39 Jahre mit einem Bruttoeinkommen von 3000 Euro für eine monatliche Prämie von 21 Euro mit einem täglichen Krankengeld bis 70 Euro absichern. Nehmen Versicherte im Kalenderjahr kein Krankengeld in Anspruch, zahlt die DAK eine Monatsprämie zurück.

krankenkassenRATGEBER:  Die DAK fördert momentan mit Bonusprogrammen und Individualtarifen gesundheitsbewußtes Verhalten. Andererseits werden in Zukunft die Finanzmittel aus dem Fonds nach Krankheiten der Versicherten zugewiesen. Wie geht die DAK mit diesem Widerspruch um - wird man auch in 2009 noch seinen Yoga- oder Nordic-Walking-Kurs bezuschusst bekommen ?

Prof. Dr. Herbert Rebscher: An der Bezuschussung von Bonusprogrammen und Gesundheitsförderung ändert sich nichts. Es wäre ja völlig falsch, gerade den aktiven und gesundheitsbewussten Kunden Zuschüsse zu streichen. Schließlich kümmern sie sich intensiv darum, gesund zu bleiben und Krankheiten zu vermeiden. Langfristig entlasten sie damit auch das System der gesetzlichen Krankenversicherung durch weniger Arztbesuche und Krankschreibungen.

krankenkassenRATGEBER:  Durch Fusionsdruck, Umbenennungen und Neuausrichtungen ist viel Bewegung bei den Gesetzlichen Kassen entstanden. Wo, mit welchen Mitteln und für welche Bevölkerungsgruppen möchte sich die DAK im zukünftigen Wettbewerb positionieren ?

Prof. Dr. Herbert Rebscher: Die DAK ist eine Familienkasse. Unser Service und unsere Leistungen umfassen die gesamte Lebensspanne.  Dies betrifft beispielsweise bestimmte Impfungen bei Kleinkindern, über Familien- und Präventionstarife bis hin zur Beratung und Unterstützung im Pflegefall.   Mit unserem Präventionstarif DAK-pro Balance sprechen wir die gesamte Familie an. Alle Familienmitglieder können gemeinsam durch gesundheitsbewusstes Verhalten und Vorsorge Prämien von knapp 500 Euro pro Jahr erzielen. Dies macht die DAK als Familienkasse  besonders attraktiv.

 

Das Interview führte Jörg Wunderlich

joerg.wunderlich (at) krankenkassenratgeber.de

 
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