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Im Interview: Carsten Schröter - Vorstand der BKK exklusiv

ImageDie Versicherten vieler kostengünstiger Betriebskrankenkassen mußten zu Jahresbeginn durch den Gesundheitsfonds die größten Beitragsanhebungen hinnehmen. Carsten Schröter, Vorstand der BKK exklusiv, erläutert im Interview mit dem krankenkassenRATGEBER, warum es trotz Einheitsbeitrag immer noch vorteilhaft ist, bei einer effizient wirtschaftenden Kasse wie der BKK exklusiv versichert zu sein.

krankenkassenRATGEBER:   Die BKK exklusiv war bislang eine der günstigsten gesetzlichen Krankenkassen. Seit dem 1.1.2009 ist alles anders. Wie sind Sie aufgestellt für den Gesundheitsfonds?

Carsten Schröter:
Wir sind bei den Leistungen sehr gut aufgestellt, obwohl das derzeit natürlich alle behaupten. Allerdings klaffen zwischen Werbebotschaften einiger Kassen und den tatsächlichen Leistungen Welten. Bei uns können Mitglieder, die sich für die Wahltarife der BKK exklusiv entscheiden, hohe Prämienzahlungen erhalten. Bei einem Wahltarif-Ranking der Zeitschrift Öko Test im Mai 2008 belegten wir damit Platz 1. Außerdem zahlt die BKK exklusiv höchste Zuschüsse für die Gesundheitsförderung der Versicherten -auch in Fitnesscentern- und belohnt die Aktivitäten um die eigene Gesunderhaltung mit einem individuellen Gesundheitsbonus. Mit dem Hausarztmodell, welches die Befreiung von der Praxisgebühr beim Hausarzt beinhaltet, homöopathischen Leistungen sowie der Haushaltshilfe bei Kindern bis zum 16. Lebensjahr im Haushalt ist die BKK exklusiv auch bei Krankheit ein verlässlicher Partner für ihre Versicherten, um nur drei Beispiele zu nennen.

krankenkassenRATGEBER:  Die BKK-Versicherten gehören zu denjenigen, die die Beitragsanhebung auf einheitliche 15,5 % mit am schmerzlichsten zu spüren bekommen haben. Können Sie zum jetzigen Zeitpunkt einen Zusatzbeitrag definitiv ausschließen oder sogar eine Prämienzahlung für Ihre Versicherten in Aussicht stellen ?

Carsten Schröter:
Grundsätzlich wäre eine Beitragsrückgewähr von 100,00 EUR für alle Mitglieder der BKK exklusiv möglich. Ein effektives Controlling und die geringen Verwaltungsausgaben führen dazu, dass die BKK exklusiv mehr Geld aus dem Fonds erhält, als sie benötigt. Theoretisch könnte so jedes Mitglied eine Rückzahlung von mehr als 100,00 EUR erhalten. Von einer Ausschüttung sehen wir aber derzeit ab, da das BVA im März 2009, im September 2009 und dann mit dem Schlussausgleich für 2009 die Zahlen immer durch Änderungsfaktoren neu berechnen wird.
Eine Ausschüttung jetzt, um dann eventuell festzustellen, dass die Zuweisung sich vermindert, halten wir im Rahmen seriöser Finanzplanung für nicht verantwortlich. Wir werden im Interesse der Versicherten daher lieber einen soliden Kurs einschlagen. Im Gegensatz zu anderen Kassen verzichtet die BKK exklusiv auf diese Art und Weise über einen langen Zeitraum auf die Erhebung eines Zusatzbeitrages und bietet den Versicherten weiterhin ein überdurchschnittliches Leistungsangebot.

krankenkassenRATGEBER:  Für Selbstständige in der GKV ist zum 1.1.2009 der Krankengeldanspruch vorerst ersatzlos weggefallen und ist nur durch einen Wahltarif zu ersetzen. Welche Option können Sie Ihre freiwillig Versicherten anbieten, die davon betroffen sind ?

Carsten Schröter: Nun, der Gesetzgeber wird es ja wieder zurück schrauben, aber wir hatten Vorkehrungen getroffen und einen aus wirklich akttraktiven Tarif für Selbstständige angeboten. Insbesondere die Möglichkeit der Beitragsrückgewähr bis zu 75% des Jahresbeitrages ist ein Highlight und wird von keiner anderen Kasse angeboten.

krankenkassenRATGEBER: Kritiker der Reform sprachen davon, dass sich Vorsorgeprogramme in Zukunft für die Kassen weniger rechnen werden, weil die Kassen nun umso mehr Geld bekommen, je mehr kranke Versicherte sie haben. Welchen Weg wird die BKK exklusiv gehen, sollte sich dies bestätigen ?

Carsten Schröter: Diese Aussage ist ja politisch motiviert und völliger Blödsinn. Vorsorge lont sich immer, da auch für gesunde Versicherte Zuweisungen nach Durchschnittswerten erfolgen. Insofern werden wir diesen Bereich nicht kürzen sondern eher erweitern. Anders verhält es sich bei den MORBI RSA Kranken. Hier ist das Ziel aus betriebswirtschaftlicher Sicht, dass ein Kranker möglichst umfangreich verschlüsselte Diagnosen hat, aber tatsächlich weniger kostet. Wenn der Kranke nun durch gute Versorgung auf einmal weniger oder gar keine Mobi-RSA relevanten Krankheiten mehr hat, dann ist es aber für die Kasse schlecht, weil er aus der höheren Zuweisungsgruppe herausfällt. Das ist wirklich wenig durchdacht.

 

Das Interview führte Jörg Wunderlich

 

 
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