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Hygiene im Alltag: Nicht zuviel und nicht zuwenig

ImageIn den vergangenen 100 Jahren hat sich die Lebenserwartung um etwa 30 Jahre gesteigert. Forscher sind sich sicher, dass ein Hauptgrund hierfür die verbesserte Hygiene ist. Während es im Mittelalter mit dem Waschen noch nicht so genau genommen wurde, haben sich die Verhaltensweisen in unserer heutigen Welt sehr verändert. Allerdings hat diese Entwicklung auch ihre Schattenseiten.

So hat in den westlichen Industrienationen die Zahl der Allergien stark zugenommen in den vergangenen Jahren. Mediziner sehen als Ursache für diesen Anstieg die oft übertriebene Hygiene an. Denn eigentlich ist das menschliche Immunsystem für den permanenten Kampf gegen Keime, Viren oder Würmer sehr gut ausgerüstet. Aber weil die Menschen heute immer seltener damit in Kontakt kommen, sind sie anfälliger für Allergien. Viele wollen zu Hause eine fast sterile Umgebung schaffen, indem sie mit sehr scharfen Putzmitteln ihre Wohnung säubern. Doch dies hat Konsequenzen. So sind Kinder, die in dieser sterilen Umgebung aufwachsen, sehr anfällig für Stimuli wie Pollen oder Keime. In Studien konnte nachgewiesen werden, dass Kinder, welche am Land aufwachsen und vielen verschiedenen Keimen und Bakterien begegnen ein stabileres Immunsystem haben als solche, die in einer Umgebung mit weniger Keimen aufwachsen. Tatsächlich brauchen wir Keime und Bakterien, um ein gesundes Immunsystem aufzubauen und um es fit zu halten. Übertriebene Hygiene schwächt die Abwehr und fördert Hautkrankheiten und Allergien. Allerdings sollte man aus dieser Tatsache auch nicht den Schluss ziehen, dass alle hygienischen Maßnahmen das Gegenteil bewirken. Das gesunde Mittelmaß an Pflege ist hier der goldene Weg.

Und in manchen Bereichen scheint auch nicht weniger, sondern mehr Hygiene angebracht. So waschen sich einer Umfrage zufolge jeder dritte Mann und jede sechste Frau nach dem Toilettenbesuch nicht die Hände. 19 Prozent der Befragten hielten ihre Hände für sauber und 23 Prozent betrachteten die Keime in der eigenen Toilette als harmlos, weil es die eigenen Keime seien. Doch besonders der Handkontakt ist ein häufiger Überträger von Viren. Hier spricht man von einer Kontaktinfektion, was die eine Möglichkeit der Übertragung ist. Ein anderer Weg ist die Tröpfcheninfektion. Hier werden die Viren etwa übertragen, wenn jemand eine andere Person anhustet.

Doch nicht nur die Menschen sind Träger von Viren, auch viele Gegenstände um uns herum sind infiziert. So befinden sich auf Computertastatur und Maus bis zu 400-mal so viele Bakterien wie auf einer regelmäßig gereinigten, öffentlichen Toilette. Auch der erfrischende Schluck Wasser kann es in sich haben: Deshalb sollte man darauf achten, dass die Wasserspender, die in vielen Kaufhäusern, Arztpraxen und Krankenhäusern stehen, sachgemäß gewartet und hygienisch einwandfrei sind. Erkennbar ist das an dem am Wasserspender angebrachten Prüfsiegel.

Trotz allem sollte man es nicht übertreiben mit der Hygiene, sondern die grundlegenden Dinge wie Händewaschen regelmäßig tun und dann in die Stärke seines Immunsystems vertrauen.

 

 
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