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Hörgeräte: Krankenkassen erhöhen Zuschuss und verbessern Versorgung

Seit November 2013 gelten höhere Kassen-festbeträge und neue Technikstandards für HörgeräteIm Jahr 2013 wurde die angemessene Versorgung mit Hörgeräten für Kassenpatienten auf neue Füße gestellt. Nachdem das Bundessozialgericht bereits im Jahr 2009 den damals geltenden Festbetrag per Urteil für ungültig, weil zu niedrig erklärt hatte, wurde knapp vier Jahre später nun eine Anpassung vorgenommen.


Festbetrag fast verdoppelt – neue technische Standards


Der maximale Festbetrag für Hörgeräte wurde von 421 Euro auf 786,86  Euro erhöht. Wenn die Schwerhörigkeit nicht an Taubheit grenzt, gilt ein Festbetrag von 733,59 Euro. Obwohl sich der Festbetrag fast verdoppelt hat, ist die Anpassung immer noch unter der Vorlage des Bundessozialgerichtes von 2009 geblieben.

Auch eine begleitende Nachsorge soll in Zukunft von den Kassen zusätzlich erstattet werden, was bislang eine reine Privatleistung war. Die Erhöhung des Festbetrages ist mit neuen Richtlinien für die technischen Standards verbunden. So werden ab sofort nur noch Hörgeräte mit nachfolgend aufgelisteter Ausstattung bezuschusst:


Digitaltechnik

Mehrkanalig ( mindestens vier Kanäle )

Rückkopplungsunterdrückung

Störschallunterdrückung

mindestens drei Hörprogramme

Verstärkerleistung von mindestens 75 Dezibel

Mehrmikrofontechnik


Kassenmodelle meist kostenlos zu haben – Luxus muss privat finanziert werden

Der Festbetrag ist der maximale Zuschuss, mit dem eine Hörhilfe von der Krankenkasse bezuschusst wird. Im Einzelnen hängt die Höhe des Zuschusses dann von der Qualität des Hörgerätes und den jeweiligen Verträgen der Krankenkasse des Patienten mit den Hörgeräteakustikkern ab. Die Kassenmodelle werden den Akustikkern nicht vorgeschrieben, jedoch müssen auch immer Geräte angeboten werden, die keine zusätzlichen Kosten verursachen und im Rahmen des Festbetrages finanziert werden können. Höherwertige Geräte, die das Dreifache des Festbetrages kosten können, müssen vom Versicherten selbst bezahlt werden.

Die großen Ersatzkassen haben bereits verlautbaren lassen, dass ihre Patienten kostenlos mit Hörgeräten versorgt werden. Dafür sorge ein kürzlich abgeschlossener Vertrag mit der Hörgeräteakustiker-Innung und dem Ersatzkassenverband. Lediglich die gesetzliche Zuzahlung, sofern keine Befreiung vorliegt, müsse mit 10 Euro je Gerät geleistet werden.

 

Zusätzliche Leistungen der Krankenkassen rund um das Hörgerät

Im Paket der Kostenübernahme für Hörgeräte befinden sich neben den Anschaffungskosten für die Geräte und Zubehör ( Batterien werden für Jugendliche bis 18 Jahren ebenfalls übernommen ) auch notwendige Dienstleistungen wie Beratung, technische Anpassung, Reperaturen und die Nachbetreuung der Patienten.

Patienten, die zwei Hörgeräte benötigen, sind bei der neuen Richtlinie leider nicht gleichgestellt. Der Festbetrag für ein zweites Hörgerät ist um zwanzig Prozent niedriger. Die Differenz muss aus der privaten Tasche des Hörgeschädigten beglichen werden.
 
   

 

 
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