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Hermann Weber - Vorstand der SKD BKK

Image08.09.2010

Die SKD BKK aus Schweinfurt garantiert ihren Versicherten, in der ersten Jahreshälfte 2011 keine Zusatzbeiträge zu erheben - mit der Option auf Verlängerung bis zum Jahresende. Vorraussetzung dafür ist die Umsetzung der schwarz-gelben Gesundheitsreform.

 

krankenkassenRATGEBER: Die SKD BKK hat einen Zusatzbeitrag auch über 2010 hinaus ausgeschlossen. Bis zu welchem Quartal oder Monat können sie bereits Garantien für diese Aussage aussprechen ?

Hermann Weber: Aufgrund der aktuellen Kennzahlen, die uns das Gesundheitsministerium mitgeteilt hat, können wir unseren Kunden bereits jetzt eine Beitragsstabilität bis zum 30.06.2011 garantieren. Neben den Finanzzuweisungen sehen wir auch eine sehr positive Entwicklung unserer Leistungsausgaben. Setzen sich beide Trends fort und greifen die von der Regierung angedachten Reformvorschläge, werden wir unsere Beitragsgarantie bis Ende 2011 ausweiten können. Bereits jetzt ein definitives Versprechen zu geben, halten wir jedoch für nicht seriös. Hier ist die Regierung im Zugzwang, die angedeuteten Reformen auch wirklich umzusetzen.

krankenkassenRATGEBER: Im letzten Jahr haben sie für ihre Versicherten die Präventionsangebote weiter ausgebaut. Welches Programm würden Sie dabei besonders hervorheben wollen ?

Hermann Weber: Prävention einzig auf ein Thema oder Produkt zu reduzieren wäre sicherlich nicht der richtige Weg. Gesundheitsvorsorge beinhaltet ein breites Spektrum an Maßnahmen und Angeboten. Das wichtigste dabei ist jedoch, den Menschen begreiflich zu machen, dass Gesundheit nicht selbstverständlich ist. Nur wer aktiv in seine Gesundheit investiert und sein Verhalten dementsprechend ausrichtet, wird auch gesund bleiben.

Als Investition aber auch als Motivation in die Gesundheitsbemühungen unserer Kunden haben wir deshalb unser Bonusmodell „FitPlus“ komplett neu entwickelt. Dabei ist das Prinzip einfach: Der Kunde tut aktiv etwas für seine Gesundheit und erhält im Gegenzug dafür eine Barprämie von uns. Das Spektrum der anerkannten Maßnahmen reicht dabei von der Teilnahme am Gesundheits-Check beim Hausarzt über die aktive Mitgliedschaft im Sportverein oder Fitnessstudio bis hin zum kompletten Impfstatus.

Darüber hinaus belohnen wir aber auch Maßnahmen außerhalb des Leistungskatalogs wie beispielsweise zusätzliche Ultraschalluntersuchungen in der Schwangerschaft, PSA-Tests oder die Glaukomvorsorge. Im Jahr 2009 konnten wir durch diesen „Motivationsfaktor“ alleine die Inanspruchnahme der so wichtigen Gesundheitsuntersuchungen um 37 % erhöhen.

krankenkassenRATGEBER:  Ein Grund für die soliden Finanzen der SKD BKK dürfte auch das recht begrenzte Angebot an Geschäftsstellen sein. Wie werden beispielsweise die Kunden in Schleswig-Holstein oder Sachsen versorgt ?

Hermann Weber:  Die SKD BKK ist bereits seit 1899 am Markt vertreten. Damals wie heute sehen wir uns als traditionelle Betriebskrankenkasse für die Region. Unsere Stärke ist die persönliche Betreuung dort, wo auch unsere Kunden sind.

Dabei haben wir an allen wichtigen Standorten unserer Trägerunternehmen Servicezentren etabliert. In deren Umkreis stellen wir natürlich auch einen Vor-Ort-Service durch mobile Kundenberater sicher. Natürlich bieten wir unseren Kunden auch außerhalb unserer Kerngebiete einen erstklassigen Service an. Neben der telefonischen Erreichbarkeit spielen dabei gerade die Onlinemedien wie Internet und Email eine immer wichtigere Rolle.

Mit dem konsequenten Ausbau unserer Webplattform www.skd-bkk.de vom reinen Informations- hin zum Kommunikationsmedium und der Integration einer Web-Filiale sind wir 2010 dabei einen wichtigen Schritt gegangen.

krankenkassenRATGEBER:  Bislang ist die SKD BKK in zwölf Bundesländern geöffnet. Gibt es Optionen auf eine weitere Zulassung auch in den restlichen verbliebenen vier Bundesländern ?

Hermann Weber: Eine deutschlandweite Öffnung bietet einerseits viele Vorteile. Durch eine Ausdehnung auf das gesamte Bundesgebiet könnten wir so beispielsweise neue Marktsegmente hinzugewinnen. Andererseits muss eine derartige Entscheidung – auch im Hinblick auf eine tatsächliche Umsetzbarkeit – wohl überlegt sein. Wir haben in den vergangenen Jahren viele Zusammenschlüsse und Öffnungen von Kassen erlebt. Nicht jede Entscheidung der Vorstände war aus unserer Sicht dabei auch nachvollziehbar.

Wir dürfen bei allem Wachstumsstreben nicht vergessen, dass unsere Kernaufgabe darin besteht, unsere Kunden im Krankheitsfall zu unterstützen. Ein Wachstum um jeden Preis zu Lasten der Beratungs- und Servicequalität hat und wird es auch in Zukunft bei uns nicht geben.


Das Interview führte Jörg Wunderlich

 

Alle Infos und Wechselunterlagen zur SKD BKK im Kassenprofil 

 

 

 

 

 
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