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GKV-Spitzenverband legt Eckpunkte für Versorgungsgesetz vor

Arzt und PatientNach der Gesundheitsreform, soll ein umfassendes Versorgungsgesetz die Leistungen für die Versicherten von gesetzlichen Krankenkassen verbessern. Der GKV- Spitzenverband hat seine Vorstellungen zu dem neuen Versorgungsgesetz vorgelegt. Diskutiert werden unter anderem die Bedingungen in Krankenhäusern, Verträge und Bezahlungen von Ärzten und die ambulante Versorgung. Zudem sollen Kontrolle und Transparenz im Gesundheitswesen optimiert werden.


Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) hat ein genaues Bild davon, wie ein neues Versorgungsgesetz aussehen könnte. Die Ärzteschaft soll dabei in neuen Strukturen und Organisationsformen effizienter arbeiten. Erst kürzlich wurde bekannt, dass der immer wieder proklamierte Ärztemangel in Deutschland nur auf einer ungleichen regionalen Verteilung beruht. In den Jahren zwischen 1900 und 2009 ist nach Angaben des GKV-Verbandes die Zahl der ambulanten Ärzte um 51,3 Prozent angestiegen. Ein zentraler Eckpunkt der GKV im Versorgungsgesetz ist somit der Abbau der ärztlichen Überversorgung. Dabei muss vor allem die ungleiche regionale Verteilung zwischen Ballungsgebieten, wie München, und ländlicheren, eher unterversorgten Regionen ausgemerzt werden.

Ärztliche Versorgung soll aufgeteilt werden

Um der schlechten Verteilung der Ärzte entgegen zu wirken, soll die ambulante Versorgung in drei Funktionsgebiete unterteilt werden. Dabei setzt sich die neue Struktur aus der ärztlichen Primärversorgung, der allgemein fachärztlichen Versorgung und der spezialärztlichen Versorgung zusammen. Während sich die spezialärztliche Versorgung vor allem auf die ambulante Arbeit im Krankenhaus bezieht, arbeiten in der Primärversorgung Hausärzte, Kinderärzte und Frauenärzte. Andere Fachärzte sollen sich in die allgemein fachärztliche oder die spezialärztliche Versorgung eingliedern.

Flexiblere Verträge für Ärzte

Zudem soll es neue Niederlassungen nur dann geben, wenn es die Versorgungssituation nötig macht. So sollen nicht notwendige Praxen in überversorgten Regionen schrittweise stillgelegt werden. Die Zulassung eines Arztes soll dabei nicht mehr über seine Lebensarbeitszeit hinaus gelten. Zudem sollen die Verträge der Ärzte flexibler gestaltet werden. Der GKV- Verband fordert, dass in den Verträgen zunehmend kassenspezifische Optionen definiert werden sollen. Im Zuge dessen sollen die neu definierten Funktionsgebiete der ärztlichen Versorgung durch Verträge mit Krankenkassen geregelt werden. Die Hausarztverträge sollen gänzlich abgeschafft werden.

Bessere Bezahlung nur aufgrund besserer Versorgung

Doch auch Verträge mit Kliniken über bestimmt Leistungen sind denkbar. Die Vertragsfreiheit soll insgesamt vergrößert werden. Durch vertragliche Verpflichtungen könnte gezielt Einfluss auf die Leistungen genommen werden. Schlechte Versorgung könnte somit vertraglich ausgeschlossen werden und würde dem Patienten eine bessere Behandlung gewährleisten. Dabei sollten, laut den gesetzlichen Krankenversicherungen, auch die Honorare an die Versorgungsqualität gebunden sein. Eine bessere Bezahlung soll somit im Einklang mit einer besseren Versorgung stehen. Damit Krankenkassen und Ärzte die verbesserte Qualität finanzieren können, soll ein Fond eingerichtet werden.

 

 
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Startseite arrow Gesetzlich versichert arrow Gesundheitspolitik arrow GKV-Spitzenverband legt Eckpunkte für Versorgungsgesetz vor  03:42    18.11.2017