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Wenn Prominente mit Wanderberichten monatelang die Bücher-Charts anführen, wenn vernachlässigte Urlaubsregionen in Deutschland plötzlich ausgebucht sind, wenn der Absatz von robustem Schuhwerk und Wanderkarten steigt, dann ist das Wort von der Renaissance des Gehsports wirklich nicht übertrieben.
Wandern ist tatsächlich die beliebteste Outdoor-Aktivität der Deutschen. Die Zahl der aktiv wandernden Deutschen beläuft sich auf 34 Millionen. Nahezu jeder zweite Bundesbürger genießt also die Natur am liebsten zu Fuß und ist damit – ob bewusst oder nicht – unterwegs in Sachen Prä. Die Liste der gesundeitsfördernden Wirkungen des Wanderns ist lang. Regelmäßiges Aufwärtsgehen senkt beispielsweise deutlich die Cholesterinwerte und damit das Risiko für Arteriosklerose. Durch kontrolliertes Abwärtsgehen wird im Muskel deutlich mehr Zucker abgebaut als beim normalen Gehen, was einen positiven Effekt bei der Vorbeugung von Altersdiabetes hat. Eine Studie der Universität Innsbruck ergab, dass sich durch regelmäßiges Wandern ein erhöhter Blutdruck deutlich senken lässt. Wandern als Therapie bei Stoffwechselstörungen und Depression Durch das tiefere Atmen und die verbesserte Durchblutung wird das Herz-Kreislauf-system gestärkt und die Thrombose-Gefahr gesenkt. Wandern hilft auch dabei, Stoffwechselstörungen wieder in den Griff zu bekommen. Alle inneren Organe werden durch die Bewegung massiert und aktiviert. Durch das Schwitzen werden Schadstoffe abgegeben, die somit nicht über die Leber entgiftet werden müssen. Fettgewebe wird wieder ersetzt durch Muskelgewebe, Schlacken werden abgebaut und ausgeleitet. Sogar als Therapie bei Depressionen oder Angstzuständen eignet sich das Wandern. Viele unserer Zivilisationskrankheiten, von Rü und Gelenkproblemen über Herz- und Kreislauferkrankungen bis zu Diabetes, sind neben falscher Ernä auf Bewegungsmangel zurückzuführen. Wandern stellt de facto ein ganzheitliches kombiniertes Fitness und Wellnessprogramm dar, denn als ursprünglichste Fortbewegungsart des Menschen verbindet es auf einzigartige Weise positive Effekte für Körper, Geist und Seele. Wandern ist ein Weg des Lernens und des persönlichen Wachsens. Nicht umsonst gingen Handwerksburschen früher obligatorisch auf Wanderschaft, nahmen Pilger beschwerliche Wegstrecken auf sich oder wurden Jugendliche in Wanderbewegungen organisiert. Nicht zuletzt ist das Wandern als Kunst zu begreifen, die es zu erlernen gilt. Statt aggressivem Auspowern empfehlen Ärzte daher gemütliches Wandern als Königsweg zum Erlangen stressfreier Fitness Autor: Jörg Wunderlich joerg.wunderlich(at) target="_new" href="http://krankenkassenratgeber.de">krankenkassenratgeber.de
Quellen: Bundesgesundheitsministerium, Marc Schauecker Buchtip: Ulrich Grober: Vom Wandern: Neue Wege zu einer alten Kunst |