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Gesundheitsfonds - Was kommt auf uns zu ?

Image01.12.2008

Mit der Einführung des Gesundheitsfonds zum 1.1.2009 wird die Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung für über 70 Millionen gesetzlich Krankenversicherte in Deutschland neu geregelt und organisiert. Auch auf die privaten Krankenversicherungen kommen veränderte Bedingungen und Neuregelungen zu.

 

Beitragssatz
Die wichtigste Änderung in der GKV ist ein einheitlicher Beitragssatz von 14,6 Prozent, der für jeden Versicherten, egal in welcher Krankenkasse er versichert ist, jeweils zur Hälfte vom Arbeitgeber und vom Versicherten zu tragen ist. Hinzu kommt der Sonderbeitrag von 0,9 %, den die Versicherten selbst zu tragen haben. Das Prozedere der Beitragszahlung über den Arbeitgeber bleibt, jedoch fließen die Gelder zusammen mit Steuermitteln in einen zentralen Topf, den "Gesundheitsfonds".
Aus dem Fonds erhalten die Krankenkassen für jeden Versicherten feste Pauschalen. Durch einen neuen Verteilungsschlüssel ( "Morbi - RSA" ) bekommen die Krankenkassen künftig mehr Geld für kranke Versicherte als für gesunde.

Zusatzbeiträge und Prämien
Die Kassen können, wenn die Mittel aus dem Fonds nicht ausreichen, einen Zusatzbeitrag von maximal 1% des Bruttoeinkommens erheben. Ihre Versicherten müssen sie darüber so rechtzeitig informieren, dass sie die Kasse wechseln können, ohne dass der neue Beitrag fällig wird.
Im umgekehrten Fall, wenn die Kasse also Überschüsse aus dem Fonds erwirtschaftet, sind Prämienausschüttungen an die Versicherten erlaubt.
Die beitragsfreie Mitversicherung für Familienmitglieder wird erhalten bleiben. Rentner zahlen den gleichen Beitrag wie Arbeitnehmer. Für Kinder und beitragsfrei mitversicherte Familienmitglieder wird kein Zusatzbeitrag erhoben. Sozial schwache Versicherte oder Menschen in finanzieller Notlage bekommen die Zusatzbeiträge vom Sozialamt, dem Arbeitsamt bzw. der ARGE bezahlt.  

Leistungen
Der Leistungskatalog der GKV bleibt durch Gesundheitsfonds unangetastet, allerdings tritt zeitgleich mit seiner Einführung zum Jahreswechsel eine Neuregelung für die rund 1,5 Mio Selbstständigen in Kraft.
Diese konnten sich bisher als freiwillig Versicherte zwischen dem vollen oder einem ermäßigten Beitragssatz entscheiden.
Der volle Beitrag beeinhaltete ein Anrecht auf Krankengeld ( Lohnfortzahlung ) zu ähnlichen Konditionen wie bei Arbeitnehmern. Während der Krankheit waren keine Beitragszahlungen fällig.
Diese für Selbstständige komfortable Gleichstellung mit Arbeitnehmern fällt zum 1.1.2009 ersatzlos weg.
Um sich für den Krankheitsfall abzusichern, können Selbstständige einen entsprechenden Wahltarif für Krankengeld abschließen, den alle Kassen anbieten müssen. Allerdings bindet der Abschluß solch eines Wahltarifes den Versicherten für 3 Jahre an die Krankenkasse, weil das normale Kündigungsrecht dann nicht mehr gilt.  

Kündigung
Um die Krankenkasse in Zukunft kündigen und wechseln zu können, ist eine vorangegangene Mitgliedschaft von 18 Monaten Voraussetzung. Es gilt eine Kündigungsfrist von 2 Monaten.
Sollte die Kasse einen Sonderbeitrag von ihren Versicherten verlangen oder die Rückzahlungsprämie verringern, haben diese ein sofortiges Kündigungsrecht.

 

Autor: Joerg.Wunderlich (at) krankenkassenRATGEBER.de

Quelle: Bundesgesundheitsministerium

 

 
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