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„Gesund beginnt im Mund  – je früher, desto besser“

zahngesundheitDas Motto, das der Aktionskreis zum Tag der Zahngesundheit in diesem Jahr als zentrale Botschaft ausgegeben hat, ist zugleich Credo der präventionsorientierten Zahnheilkunde schlechthin: „Gesund beginnt im Mund  – je früher, desto besser“. Aus diesem Grund standen 2011 insbesondere die Kinder und der frühzeitige Schutz ihrer Mundgesundheit im Fokus. Doch was muss man beachten, wenn man die Zahngesundheit seines Kindes optimal schützen will?

Gesunde Kinderzähne in Deutschland: Ein Anliegen, das leichter gefordert als eingelöst ist, denn die Entwicklung ist keineswegs heterogen, wie Prof. Dr. Dietmar Oesterreich, Vizepräsident der Bundeszahnärztekammer deutlich macht: Während sich die allgemeine Karieslast bei Kindern und Jugendlichen in den vergangenen Jahren verringert hätte, gäbe es immer noch Gruppen, die nach wie vor mit deutlichen Problemen im Bezug auf die Mundgesundheit zu kämpfen haben. Insbesondere betroffen seien dabei Kinder aus bildungsfernen und sozial schwachen Schichten sowie viele Kinder aus Familien mit Migrationshintergrund.

Kinder müssen früher beim Zahnarzt vorstellig werden

Auch nehme die frühkindliche Karies bei Kindern bis zu drei Jahren zu: „Annähernd die Hälfte der kariösen Defekte, die zum Zeitpunkt der Einschulung vorhanden sind, entstehen bereits in den ersten drei Lebensjahren“, sagte Professor Oesterreich. Dabei spiele nach wie vor die sogenannte Nuckelflaschenkaries eine negativ herausragende Rolle: Kinder erhielten regelmäßig und zu lange eine Nuckelflasche mit gesüßten oder fruchtsäurehaltigen Getränken.

Zudem ist jedoch die derzeit zu hohe Anzahl nicht behandelter Milchzahndefekte eine große Herausforderung. Eltern müssten demnach besser über die Bedeutung der Mundgesundheit für die Kindesentwicklung informiert werden. Dazu muss erreicht werden, dass die Kinder früher in den Zahnarztpraxen vorgestellt werden. „Eine gute Mundgesundheit bei Kindern ist die Basis für die gesamte gesunde körperliche Entwicklung und Voraussetzung für gesunde Zähne im Erwachsenenalter.“ Professor Oesterreich empfahl eine Vernetzung von Gynäkologen und Zahnärzten für die frühzeitige Aufklärung werdender Mütter sowie eine engere Zusammenarbeit mit den Kinderärzten.

Bereits die Zeit im Mutterleib ist entscheidend

Doch bereits die ersten Lebenswochen im Mutterleib sind wichtig für eine gesunde Zahn- und Kieferentwicklung. Wie Prof. Dr. Dr. Ralf J. Radlanski erklärt, stellt schon die Entwicklung eines einzelnen Zahnes hohe Ansprüche an die Leistungsfähigkeit jeder einzelnen der mehr als 100.000 beteiligten Zellen. Damit die Körperzellen diese Leistung auch störungsfrei erbringen können, sei die Gesundheit des ungeborenen Kindes und seiner Mutter notwendig.

Krankenkassen begrüßt den Fokus auf jungen Versicherte

Dass der diesjährige Tag der Zahngesundheit seinen Blick auf die jüngsten unserer Versicherten gerichtet hat, wie Dr. Michael Kleinebrinker, Referent für die vertragszahnärztliche Versorgung beim GKV-Spitzenverband, sagte, werde von den Krankenkassen ausdrücklich begrüßt: Trotz aller Erfolge auf dem Gebiet der Mundgesundheit in den letzten Jahren gebe es ganz besonders bei den Jüngsten immer noch Einiges zu tun. Aus Sicht der Krankenkassen sei es erforderlich, so früh wie möglich die Aufmerksamkeit der Eltern für die Mundgesundheit ihrer Kinder zu wecken, mit der systematischen Betreuung der Kinder früher als bisher und zielgruppengerichtet zu beginnen und die beteiligten Akteure stärker zu vernetzen.

Sechs Forderungen für eine gesunde Entwicklung von Zähnen und Kaufunktion
 
Alle Beteiligen wünschen sich, dass der diesjährige Tag der Zahngesundheit dazu beiträgt,dass die Bevölkerung und auch die eigenen Berufsgruppen für das Thema frühkindliche Karies sensibilisiert wird. Aus diesem Grund hat Prof. Dr. Dr. Ralf J. Radlanski sechs wichtige Forderungen für eine gesunde Entwicklung von Zähnen und Kaufunktion, zusammengestellt:

  1. Gesunde Ernährung der Schwangeren. Alle Zellen des Fetus müssen störungsfrei leben können.
  2. Gesunde Ernährung des Kindes. Alle Zellen müssen einen gesunden Stoffwechsel aufrechterhalten können.
  3. Mundhöhlenmilieu bakteriell in Balance. Für die Mundgesundheit schädliche Keime werden beim Ablecken von Löffeln oder „Sauberlecken“ eines Schnullers von den Eltern auf das Kind übertragen.
  4. Tägliche Mundhygiene mit den Kindern. Zähneputzen soll verinnerlicht werden. Anfangs müssen Eltern die Zähne gründlich vorputzen, die Kinder putzen danach selbst, je nach ihrem Können und mit wachsendem Alter immer mehr. Wichtig: Die Eltern müssen das erfolgreiche Zähneputzen immer kontrollieren (und loben).
  5. Zeitgerechter Zahndurchbruch und physiologisch korrekte Zahnstellung. Eine Kontrolle des Zahnwechsels ist mit 6 Jahren notwendig, eine Kontrolle der Zuordnung der Kiefer mit 10 Jahren.
  6. Regelmäßige Kontrollbesuche beim Zahnarzt beginnend mit dem ersten Lebensjahr. Auch Erwachsene sollten für „Mundgesundheit ein Leben lang“ den Zustand der Zähne selbst und auch ihre Lage zueinander regelmäßig prüfen lassen. Sie sind damit selbst das beste Vorbild für die Kinder.
 

 
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Startseite arrow Arzt und Patient arrow Zahngesundheit arrow „Gesund beginnt im Mund  – je früher, desto besser“  15:45    24.11.2017