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Gesetzesänderung zur Organspende: Jeder Krankenversicherte soll sich freiwillig entscheiden


Organspendeausweis 29. Oktober 2012

Ab dem 1. November 2012 werden alle Krankenversicherten ab 16 Jahren regelmäßig von den Krankenkassen über ihre Organspendenbereitschaft befragt. Das hat der Bundestag mit Neuregelungen zum Transplantationsgesetz beschlossen, die dann in Kraft treten.

Die Organspende bleibt als Entscheidung weiterhin freiwillig jedem Bürger überlassen. Zur Befragung über die Bereitschaft zu einer Organspende im Fall des eigenen Todes sind die Gesetzlichen Krankenkassen bzw. die PKV-Träger befugt und beauftragt. Niemand ist gesetzlich verpflichtet, eine Antwort über eine Entscheidung zu geben.

In Deutschland sterben immer noch sehr viele Menschen, weil nicht genügend lebensrettende Spenderorgane zur Verfügung stehen. Die Zahl derjenigen Patienten, die dringend auf ein Spenderorgan warten, liegt nahezu konstant bei etwa 12.000. Mit der Gesetzesnovelle möchte der Gesetzgeber die Bereitschaft zur Spende in der Bevölkerung erhöhen, damit mehr Menschen mit einem Spenderorgan gerettet werden können.   

Krankenkassen dürfen die Entscheidung weder abfordern noch speichern

Jeder Krankenversicherte ab 16 Jahren ist aufgefordert, sich mit dem Thema zu beschäftigen und dann auf der Grundlage ausreichender Information und Aufklärung selbstständig eine Entscheidung zu treffen. Diese persönliche Entscheidung wird nicht bei den Krankenkassen oder Versicherungsunternehmen datentechnisch erfasst oder gespeichert. Damit die Entscheidung aber dokumentiert werden kann und im Ernstfall nachprüfbar ist, versenden Krankenkassen und PKV-Unternehmen Organspendeausweise an die Versicherten.

Der Organspendeausweis soll aber in Zukunft nach Klärung der technischen und rechtlichen Rahmenbedingungen eine Zusatzfunktion auf der Elektronischen Gesundheitskarte ( eGK ) werden. Wer keinen Organspendeausweis ausfüllen möchte, kann auch in einer schriftlich niedergelegten Patientenverfügung seine Entscheidung dokumentieren. Dazu empfiehlt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, einen entsprechenden Textbaustein in die Patientenverfügung zu übernehmen.   

100% vom Nettoeinkommen als Krankengeld: Neue Bestimmungen für Lebendspender

Bereits seit August gelten die neuen Schutz- und Versorgungsbestimmungen für Lebendspender. Menschen, die bereits zu Lebzeiten Organe oder Gewebeproben spenden, sind nun nach dem SGB V nun umfassend und rechtlich eindeutig abgesichert. Die Krankenkassen übernehmen u.a. die Kosten der Transplantation, der medizinischen Vor- und Nachbehandlung, der Reha-Maßnahmen und Reisekosten. Notwendige Medikamante bleiben zuzahlungsfrei. Werden Lebendspender durch ihre Spende arbeitsunfähig, zahlt die Krankenkasse ( gesetzlich oder privat ) des Organempfängers ein Krankengeld in Höhe von 100% des Nettoeinkommens in maximal bis zur Beitragsbemessungsgrenze.    

 

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Einen Organspendeausweis können Sie sich --> HIER kostenlos mit Informationen herunterladen

 

Linktipp: Zum Gesetzestext Änderung des Transplantationsgesetzes

 

 

 

 

 

 

 
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