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Fast wie die Eigenen: Künstliche Zahnwurzeln sind perfekte Basis für Kronen und Prothesen

Schon die Ägypter wussten sich zu helfen, wenn ein Zahn nicht mehr zu retten war. Die älteste künstliche Zahnwurzel, die Archäologen bisher fanden, steckte als Kupferstift im Oberkiefer eines 3 000 Jahre alten ägyptischen Königs. Heute setzen Implantologen Titanschrauben in die Kieferknochen, auf denen Kronen oder Prothesen befestigt werden. Implantate sind aus der modernen Medizin nicht mehr wegzudenken. Die künstlichen Zahnwurzeln gelten als die eleganteste Möglichkeit, fehlende Zähne sowohl medizinisch als auch kosmetisch perfekt zu ersetzen. Wurden 1980 in Deutschland 5 000 künstliche Wurzeln eingepflanzt, sind es mittlerweile mehr als 450 000 jährlich. Viele Patienten bevorzugen diese Lösung, da die wurzel- oder zylinderförmigen Titangebilde tief in den Kiefer gedreht werden und deshalb so fest wie die eigenen Zähne sitzen.

Der feste Sitz ist ein entscheidender Vorteil von Implantaten. Die Träger können sich vollkommen sicher fühlen und müssen nicht befürchten, dass etwas verrutscht. Ob beim Kauen oder Sprechen: Der Zahnersatz fühlt sich an wie gesunde Zähne und erhöht damit auch die Lebensqualität. Die Wurzeln aus Titan sind außerdem gut verträglich, gewebefreundlich, höchst belastbar und langlebig: So gehen Zahnärzte von einer Lebensdauer von zehn bis 20 Jahren aus.


Einsetzen in mehreren Schritten

Zu Beginn der Behandlung bohrt der Zahnarzt Löcher in den Kieferknochen, in die er das Implantat setzt. Anschließend näht er die Haut darüber wieder zu, damit der Titanstift in Ruhe einheilt und sich fest mit dem Knochen verbindet. „Das kann im Unterkiefer drei, im Oberkiefer bis zu sechs Monate dauern“, erklärt Dr. Rüdiger Butz, Zahnmediziner bei der Initiative proDente. In dieser Zeit, in der das Implantat möglichst nicht belastet werden soll, trägt der Patient einen provisorischen Zahnersatz.

Ist der Einheilungsprozess abgeschlossen, legt der Arzt die künstliche Wurzel wieder frei und schraubt den so genannten Implantatpfosten auf, der den Zahnersatz trägt. Das kann eine Krone, Brücke oder herausnehmbare Prothese sein. Sogar Totalprothesen lassen sich auf mehreren Implantaten sicher befestigen.


Nicht immer Implantat-Behandlung möglich

„Prinzipiell können jedem Patienten künstliche Zahnwurzeln eingesetzt werden. Einschränkungen gibt es allerdings bei schweren Krankheiten wie Diabetes, Leukämie und Störungen des Immunsystems. Auch bei Drogen- oder Alkoholabhängigen sind die Behandlungsmöglichkeiten begrenzt“, erläutert Butz.

Der Einsatz einer künstlichen Wurzel eignet sich vor allem dann, wenn der Verlust des Zahnes noch nicht lange zurückliegt: „In dem Fall kann man davon ausgehen, dass sich die Knochensubstanz noch nicht zu stark zurückgebildet hat“, so der Experte von proDente. Deshalb sollten Arzt und Patient bereits vor dem Ziehen eines Zahnes über die Möglichkeit eines Implantats sprechen.

Doch selbst wenn die Substanz des Kieferknochens nicht für ein Implantat ausreicht, gibt es eine Alternative zur Lücke im Gebiss. „Wir können in solchen Situationen unterfüttern und benutzen dafür üblicherweise kleine Knochensplitter aus dem Becken des Patienten“, schildert Butz den denkbaren Kunstgriff. Und auch Patienten die nur noch wenige eigene Zähne haben, müssen nicht zwangsläufig eine herausnehmbare Prothese tragen. Werden rechtzeitig mehrere Implantate zum Stützen der Prothese eingepflanzt, ist diese auch dann noch stabil, wenn der letzte eigene Zahn verloren gehen sollte.

 

 
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Startseite arrow Arzt und Patient arrow Zahngesundheit arrow Fast wie die Eigenen: Künstliche Zahnwurzeln sind perfekte Basis für Kronen und Prothesen  12:57    20.11.2017