Die Ernährung des Säuglings beginnt bereits im Mutterleib. Über die Plazenta (Mutterkuchen) erhält das Kind die wichtigen Nährstoffe, die es für die Entwicklung benötigt. Aber auch schädliche Stoffe können die Plazenta durchqueren und Schaden im kindlichen Kreislauf anrichten. Aber was braucht das Kind und was sollten werdende Mütter lieber meiden?
In der Schwangerschaft gibt es vor allem drei besonders kritische Nährstoffe: Vitamin A, Folsäure und Jod. Dabei heißt es nicht immer "viel hilft viel". Denn gerade bei der Aufnahme von Vitamin A sollte Vorsicht geboten sein. Denn eine Über- wie Unterversorgung kann Missbildungen hervorrufen. Daher sollte vor allem im ersten Schwangerschaftsdrittel keine Leber gegessen werden - sie ist sehr reich an Vitamin A. Aber auch Medikamente, die Vitamin A enthalten, oftmals in Form von Retinsäure, sollten gemieden werden. Oftmals enthalten Arzneien gegen Akne Retinsäure. Dies betrifft aber nicht Provitamin A. Das heißt, Obst und Gemüse, das reich an Provitamin A (ß-Carotin) ist, kann ruhig in großen Mengen verzehrt werden.
Ein weiterer kritischer Nährstoff ist die Folsäure. Für sie werden die Empfehlungen in der Gesamtbevölkerung fast nie erreicht und schon gar nicht in der Schwangerschaft, wo noch höhere Empfehlungen vorliegen. Daher ist meist eine Zufuhr über Nahrungsergänzungsmittel unerlässlich. Vor allem in den ersten Wochen der Schwangerschaft, in denen werdende Mütter oftmals nicht einmal wissen, dass sie bereits schwanger sind, ist eine ausreichende Folsäurezufuhr extrem wichtig. Denn sie ist für den Schluss des Neuralrohrs, aus dem das zentrale Nervensystem entsteht, notwendig. Bei einem Mangel resultieren sogenannte Neuralrohrdefekte, bei denen entweder das Gehirn vollständig fehlt, was nicht mit dem Leben vereinbar ist, oder ein offener Rücken entsteht. Es wird daher empfohlen, das bereits Frauen mit Kinderwunsch mehr Folsäure aufnehmen sollten.
Auch das Jod ist in Deutschland immer noch ein Mangelelement, obwohl sich die Versorgungssituation mittlerweile schon verbessert hat. Kommt es zu einem Mangel an Jod, ist eine körperliche und geistige Unterentwicklung des Kindes die Folge. Der sogenannte Kretinismus. Daher sollten vor allem Frauen mit einer Schlilddrüsenunterfunktion darauf achten, dass sie gut eingestellt sind und ausreichende L-Thyroxin einnehmen. Autor:
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