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Ernährung in der Schwangerschaft

Ernährung in der SchwangerschaftDie Schwangerschaft ist ein stark anaboler (aufbauender) Prozess, der durch hormonelle Einflüsse (Östrogene, Gestagene) zu Veränderungen auf körperlicher und seelischer Ebene führt. Daher stellt die Schwangerschaft und die folgende Stillzeit besondere Anforderungen an den mütterlichen Organismus.

In dieser Zeit kommt es zu einer physiologischen Gewichtszunahme, die zu 50 Prozent durch mütterliche Veränderungen´hervorgerufen wird. Dazu gehört, dass ansteigende Blutvolumen, da zusätzlich noch ein wachsender Mensch mit versorgt werden muss, die Vergrößerung der Gebärmutter und der Brüste, die verstärkte Speicherung von Fett als Reserve für die Stillzeit und Ödeme, die in der Schwangerschaft gehäuft auftreten. Der restliche Teil der Gewichtszunahme wird durch wachsendes kindliches Gewebe hervorgerufen sowie durch die Plazenta und das Fruchtwasser. Insgesamt sollten in der Schwangerschaft aber nicht mehr als zwölf Kilogramm an Gewicht zugenommen werden.

Schon während der Schwangerschaft werden wichtige Grundlagen für die Gesundheit des Kindes gelegt. Eine ausreichende Nährstoffzufuhr ist notwendig für die optimale Entwicklung des Embryo im Mutterleib. Schädliche Stoffe hingegen können sich negativ auf das Wohlergehen des Kindes auswirken. Schließlich zeigen neuere Erkenntnisse, dass durch Umweltfaktoren während kritischer embryonaler Entwicklungsphasen eine lebenslange Prädisposition für Krankheiten hervorgerufen werden kann.

Kommt es beispielsweise in der Schwangerschaft zu einer Überernährung der Mutter, fördert dies die Entstehung von Diabetes mellitus, wodurch zu viel Zucker in den kindlicher Kreislauf gelangt. In der Folge steigt das Geburtsgewicht des Kindes, was als erhöhter Risikofaktor für die Entwicklung des metabolischen Syndroms aus Übergewicht, Diabetes und Bluthochdruck gilt. Eine Unterernährung in der Schwangerschaft erhöht ebenfalls das Risiko für Übergewicht in späteren Lebensjahren, aber auch für koronare Herzkrankheiten. Das optimale Geburtsgewicht, das heißt das Gewicht, wo die Risiken für die genannten Krankheitsbilder statistisch am geringsten ist, liegt dabei bei rund sieben Pfund für reife Neugeborene.

 

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ErnährungErnährung in der Schwangerschaft  14:02    09.02.2012