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Bio & Co. – Ein gesunder Trend

ImageKaum eine Branche des Einzelhandels konnte in den letzten Jahren so punkten wie der Handel mit biologisch erzeugten Lebensmitteln. Der Bio-Boom ist zum Symbol für Wertbewusstsein und kritische Verbraucher geworden. Skandale wie die BSE-Krise oder Dioxin in Futtermitteln stärkten das Bewusstsein für die biologische Herkunft von Produkten. Waren es 1994 erst knapp 20 Prozent der Deutschen, die sich zum Kauf von Bioprodukten bekannten, liegt die Zahl heute bei fast 50 Prozent. Laut einer Studie aus dem Jahr 2007 könnten Bio-Lebensmittel in Deutschland bis zum Jahr 2020 einen Marktanteil von 30 Prozent erreichen.

Konnte der Komiker Wiglaf Droste noch vor 10 Jahren den typischen Bio-Laden als dunkle muffige IKEA-Kellerregal-Ansammlung geißeln, wo mürrische Sandalenträger im Grünzeug wühlten, dominieren heute moderne Bio-Supermärkte das Bild. Bio ist nicht nur „in“, sondern stinknormal geworden. Das gilt sowohl für die Pprodukte als auch die Kundschaft im Laden.
Nach den jüngsten Preissteigerungen für konventionelle Lebensmittel wirken die Bio-Preise, die größtenteils stabil blieben, nicht mehr so hoch im Vergleich. Daran haben auch die Discounter-Ketten ihren Anteil, die ihr Bio-Segment stetig vergrößern.

Auch wenn der Branchenerfolg mitunter Schwarze Schafe im Handel anlockt und vereinzelt Etikettenschwindel vorkommen mag – gegenüber den Skandalen der konventionellen Lebensmittelindustrie ist der Bio-Verbraucher immer noch auf der sichereren Seite.
Ein Beispiel: 17 Pestizide, davon zwölf in Deutschland verbotene, fanden von der Zeitschrift Ökotest beauftragte Chemiker in 25 Apfelsorten.
Für Bio-Äpfel gelten dagegen strenge Anbaurichtlinien, die den Einsatz von Pestiziden verbieten.Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) entdeckte in rund 60 Prozent aller untersuchten Lebensmittel Rückstände von Pflanzenschutzmitteln.


 „Bio“ ist heute ein geschütztes Label und darf nur für Produkte verwendet werden, die die Anforderungen der EG-Öko-Verordnung erfüllen.
Als Garant dafür stehen die Öko-Prüfstellen mit Nummer (in Deutschland kann sie etwa „DE-012-Öko-Prüfstelle“ lauten) das staatliche sechseckige Bio-Siegel. Etikettenschwindel ist damit kaum noch möglich, bestätigen unabhängige Organisationen wie greanpeace und foodwatch. „Die von uns getestete Bio-Ware war einwandfrei und ist aus unserer Sicht eine klare Empfehlung für die Verbraucher“, erklärt Manfred Krautter, Chemie-Experte bei Greenpeace.

 

 
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