Was bringen DMP-Programme? Disease-Management-Programme für chronisch Kranke sind nach mehreren Jahren Laufzeit laut SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach ein voller Erfolg. Mehr als fünf Millionen Patienten sind derzeit in über 17.000 Programme bei ihren Krankenkassen eingeschrieben.
Eine Studie der Universität Heidelberg habe gezeigt, dass es DMP-Patienten besser geht als in der Regelversorgung. Diabetiker, die am DMP teilnehmen, leiden beispielsweise seltener an Komlikationen und haben insgesamt eine höhere Lebenserwartung. Eine AOK-Studie, die von unabhängigen Instituten wie infas und WIAD ausgewertet wurde, ergab, dass auch bei Herzpatienten, die über einen längeren Zeitraum an einem DMP teilnahmen, sich deutlich die medizinischen Werte verbesserten. Der Anteil an Patienten mit Herzinfarkten verringerte sich um die Hälfte. Ebenfalls verringert werden konnten die Fälle von Falschmedikamenteneinnahme. DMP-Patienten fühlen sich laut verschiedener Umfragen insgesamt besser versorgt und informiert. Im Zuge des Gesundheitsfonds gab es Diskussionen um die Fortführung der DMP-Programme. Einige Kassen hatten sogar eine Abschaffung gefordert. Mit den Festlegungen über die Pauschalen aus dem Gesundheitsfonds ist der Fortbestand zunächst gesichert. 2009 werden die strukturierten Behandlungsprogramme deshalb fortgeführt und weiter ausgebaut. Quelle: Gesundheit und Gesellschaft ( 11/2008) |