Mit den ersten Sonnenstrahlen kommt oftmals der Wunsch nach einer erholsamen Zeit im Grünen. Doch die idyllische Natur bringt auch Gefahren mit sich: Zum Beispiel die Zecke. Ein kleines und leicht zu übersehendes Tier, dessen Biss verheerende Folgen haben kann. Vor allem derzeit herrschen optimale Bedingungen für Zecken.
Der Biss einer Zecke kann eine Vielzahl von Krankheiten übertragen. Unter anderem in den Monaten zwischen März und Oktober den Erreger der Frühsommer-Meningoencephalitis, kurz FSME. Der FSME- Virus kann eine zum Teil lebensbedrohliche Hirnhautentzündung zur Folge haben und muss in den meisten Fällen stationär im Krankenhaus mit Antibiotika therapiert werden. Die Erkrankung an FSME ist seit 2001 meldepflichtig.
Das Robert-Koch Institut überprüft in unterschiedlichen Gebieten immer wieder das Vorkommen von FSME- Viren. Daraus entsteht eine Auflistung sogenannter Risikogebiete. Sachsen-Anhalt gehört nicht zu den Risikogebiete, dafür aber unter anderem weite Teile von Bayern und Baden-Württemberg. Jedoch ist die Anzahl der ausgewiesenen Gebiete mit einer großen Ansteckungsgefahr, sowie die Anzahl der Infektionen selbst, in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen.
Die präventive Impfung ist aufgrund der relativ hohen Ansteckungsgefahr empfohlen. In der Regel werden die Kosten für die Impfung von den Krankenkassen übernommen. Gegen die häufigste von Zecken übertragene Krankheit, die Borreliose, gibt es jedoch keine Impfung. Hier ist eine Vermeidung von Zeckenbissen generell und die gründliche Untersuchung des eigenen Körpers nach langen Waldspaziergängen oder anderen Aktivitäten im Grünen der einzige wirksame Schutz. |