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Die medizinischen Leistungen in den europäischen Skigebieten

Um sich zu informieren, welche Bestimmungen im Zielland gelten, kann man sich auf den Internetseiten der Deutschen Verbindungsstelle Krankenversicherung (Internet: www.dvka.de) informieren. Dort sind die Leistungen plus wichtigsten Telefonnummern und Anlaufstellen vermerkt. Im folgenden finden Sie einen Überblick über typische Skizielländer. Österreich:

In Österreich kann man den Arzt direkt mit der EHIC aufsuchen. Die Anschriften von Vertragsärzten sind bei den Gebietskrankenkassen (Liste auf www.dvka.de ) zu erfragen. Bestimmte ambulante Behandlungen können auch bei den Ambulatorien der Gebietskrankenkasse in Anspruch genommen werden. Wer sich auf vertragsärztlicher Grundlage behandeln lässt (beispielsweise durch einen Privatarzt), muss mit erheblichen Zusatzkosten rechnen.
Die Kosten für Medikamente werden neben einer geringen Zuzahlung von 4,70 Euro ebenfalls von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen. Dafür muss es jedoch im Heilmittelverzeichnis zu finden sein. Verschreibt der Arzt ein Medikament, welches dort nicht zu finden ist, sollte man unbedingt erst bei der Gebietskrankenkasse nach einer möglichen Kostenerstattung fragen.

Wird eine Behandlung im Krankenhaus notwendig, erhält man vom Arzt einen Überweisungsschein. In dringenden Fällen kann man das Krankenhaus aber auch direkt aufsuchen. Hier wird pro Krankenhaustag eine Zuzahlung von 10 Euro fällig.


Schweiz:

Auch in der Schweiz können Ärzte direkt aufgesucht werden. Die Kosten für die Behandlung müssen jedoch zuerst bezahlt werden, anschließend werden sie erstattet. Zahnärztliche Behandlungen gehören in der Schweiz nicht zum Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung Die Behandlungskosten hierfür müssen selber getragen werden.
Für Krankenhaus und Medikamente gilt ebenfalls: Zuerst müssen die Kosten für eine Behandlung ausgelegt werden, anschließend werden sie erstattet.
Wer Leistungen des Gesundheitssystem in Anspruch nimmt, muss pro 30 Tage Behandlung eine Arzt Praxisgebü zahlen: Minderjährige zahlen 33 CHF, über 18 Jahre zahlt man 92 CHF. Auch bei einer Behandlungsdauer unter 30 Tage, fällt diese Gebühr an.
Für die anschließende Kostenerstattung der Behandlungkosten ist die Gemeinsame Einrichtung KVG (Adresse auf www.dvka.de) verantwortlich. Dort müssen alle Rechnungen sowie die Kopie der EHIC mit der eigenen Kontonummer eingereicht werden. Konnte man die Erstattung in der Schweiz nicht mehr beantragen, sollte man sich an seine deutsche Krankenkasse wenden. Diese kann prüfen ob und ggf. welcher Beitrag erstattet werden kann.


Italien

Wird ein Arztbesuch notwendig, ist umgehend ein Vertragsarzt aufzusuchen. Die Liste der Ärzte erfragt man am besten bei der italienischen Krankenkasse der ASL. Eine Zweigstelle der ASL findet man fast in allen Städten. Außerhalb deren Dienstzeiten sollte man sich an den Guardia medica noturna e festiva (ärztlicher Bereitschaftsdienst) wenden. Ist auch dieser nicht erreichbar kann man sich direkt in einem öffentlichen Krankenhaus behandeln lassen. Fachärzte können nur mit Überweisung eines Allgemeinarztes aufgesucht werden. Auch in Italien werden für die verschiedenen medizinischen Dienste Zuzahlungen fällig. Für eine ärztliche Untersuchung zahlt man bis 36 Euro (nach Länge der Behandlung und Typ des Arztes), gleiche Summe gilt für ärztlich verordnete Anwendungen (Physiotherapie). Die Zuzahlung für Medikamente ist abhängig von der Notwendigkeit des Medikaments. So muss für Medikamente der Kategorie A eine Pauschalgebühr entrichtet werden. Bei Medikamenten der Kategorie B (notwendig, aber nicht so dringend) zahlt man 50 Prozent der Kosten hinzu. Medikamente der Kategorie C (Sonstige und nicht verschreibungspflichtige) müssen komplett bezahlt werden.


Tschechien

Wer zum Arzt muss, sollte sich an einen Vertragsarzt wenden. Die Liste der Ärzte bekommt man bei der örtlichen Krankenkasse (Liste siehe dvka.de ). Der Arzt benötigt dann von Ihnen die EHIC sowie ein Identifikationsdokument (Führerschein, Ausweis, ...). Er wird diese Daten in ein tschechisches Formular übertragen und nach der Dauer des Aufenthalts fragen, sowie sich bestätigen lassen, dass sie nicht wegen der Behandlung eingereist sind. Anschließend müssen Sie eine tschechische Krankenkasse auswählen, die Sie während der Behandlung betreut. Für eine Überweisung zum Facharzt händigt er Kopien dieser Formulare aus. Wird die Versichertenkarte nicht vorgelegt, kann der Arzt die Kosten voll und direkt mit ihnen abrechnen. Die Zahnversorgung in Tschechien bezieht sich nur auf eine einfache Grundversorgung. Zuzahlungen sind bei bestimmten Medikamenten notwendig. Zudem gibt es Zuzahlungen für zahnärztliche Behandlungen, die über Grundversorgung hinaus gehen.


Frankreich

Wird eine Behandlung in Frankreich notwendig, reicht die Versichertenkarte nicht als Anspruchsausweis. Statt dessen erhält man vor Ort einen Behandlungsvordruck (feuille des soins (assurance maladie)), wo Personalien und Leistungen eingetragen werden. Die Behandlung muss zuerst selbst bezahlt werden, daher bekommt man nach dem Arztbesuch das Formular ausgehändigt.
Mit diesem Formular und der Versichertenkarte kann man dann im Caisse Primaire d'Assurance maladie (CPAM) oder Caisse Générale de Sécurité Sociale (CGSS) die Kosten zurückerstattet bekommen (Liste siehe dvka.de). Auch Medikamente müssen zuerst selbst bezahlt werden und werden dann erstattet. Die auf den Arzneimitteln aufgebrachte Marke ist abzulösen und auf das Behandlungsformular zu kleben. Ist es nicht möglich, die Erstattungsstellen in Frankreich aufzusuchen, sollte man sich in Deutschland an die eigene Krankenkasse wenden.
In Frankreich muss man bei fast allen medizinischen Leistungen zuzahlen. So werden für die Ärztliche Behandlung 30 Prozent der Kosten fällig, für Laboranalysen/Tests 40 Prozent der Behandlung Bei Medikamente gibt es verschiedene Zuzahlungsstufen entsprechend der Dringlichkeit. So muss man 85 Prozent der Kosten für Medikamente mit geringer Wirksamkeit (orangenes Etikett), 65 Prozent der Kosten für spezielle Medikamente (blaues Etikett) und 35 Prozent der Kosten für spezielle Medikamente mit weißem Etikett übernehmen. Für besonders dringende Medikamente ist keine Zuzahlung notwendig. Im Krankenhaus zahlt man 20 Prozent der Gesamtkosten, mindestens 16Euro/Tag, bei besonderer Behandlung zusätzlich 18 Euro.

 

 Autor: Julia Rauschenbach

 

 
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