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Die Auswirkungen der Gesundheitsreform für Diabetiker

Mit der Gesundheitsreform hat sich einiges für Diabetiker geändert. Wichtig für Diabetiker sind die Regelungen für chronisch Kranke. Nach dem Gesundheitsmodernisierungsgesetz gilt als chronisch krank, wer wenigstens ein Jahr lang mindestens einmal pro Quartal wegen der gleichen Krankheit ärztlich behandelt wurde und eines dieser Merkmale zutrifft:
  • Pflegebedürftigkeit der Pflegestufe 2 oder 3 nach den Bestimmungen der gesetzlichen Pflegeversicherung
  • 60 Prozent Schwerbehinderung oder mindestens 60 Prozent Erwerbsminderung
  • Nach ärztlicher Einschätzung ist eine kontinuierliche medizinische Behandlung nötig, ohne die eine lebensbedrohliche Verschlimmerung der Erkrankung, eine kürzere Lebenserwartung oder eine dauerhafte Beeinträchtigung der Lebensqualität zu erwarten ist

Mit medizinischer Versorgung sind ärztliche oder psychotherapeutische Behandlung Arzneimitteltherapie, Behandlungspflege oder die Versorgung mit Heil- und Hilfsmitteln gemeint. In diese Kategorie fallen Diabetiker. Sie müssen weniger Zuzahlungen leisten. Es gilt eine persönliche Belastungsgrenze von einem Prozent des jährlichen Bruttohaushaltseinkommens. Ist die Zuzahlungsgrenze erreicht, wird der Kranke von weiteren Zuzahlungen befreit. Haben Sie zum Beispiel ein Bruttoeinkommen von 12000 Euro im Jahr, müssen Sie 120 Euro an Behandlungskosten (Praxisgeb&uuml, Medikamentenzuzahlung, Krankenhausgeld, usw.) selber tragen. Für Medikamente gilt eine Zuzahlung von mindestens fünf Euro, aber höchstens zehn Euro.

Von den Krankenkassen sind zur besseren Versorgung von Diabetikern so genannte Disease Management Programme (DMP's) aufgelegt worden. Disease Management hat den Anspruch, eine Optimierung von Pr&auml Diagnose und Behandlung auf der Basis der bestehenden Versorgungsrealität und unter Berücksichtigung einer bestmöglichen Evidenz zu erzielen. Vorrangig soll die medizinische Versorgung für chronisch Kranke verbessert werden. Ziel der DMPs ist es, sowohl kostspielige Folgeerkrankungen zu verhindern bzw. zu verzögern sowie durch gezielte Pr&auml und Behandlung die Versorgung zu verbessern.

Sie sollen die Behandlung nach dem neuesten Stand der Forschung ermöglichen. Durch die Verknüpfung dieses Konzepts mit dem Risikostrukturausgleich, über den Ungleichheiten zwischen den gesetzlichen Krankenkassen abgefedert werden sollen, sind DMPs eine, aus dem betriebswirtschaftlichen Blickwinkel betrachtet, attraktive Angelegenheit für Krankenkassen Sie können damit Gelder, die ansonsten im Rahmen des Risikostrukturausgleichs abgeführt werden müssten, für die medizinische Versorgung eigener Patientengruppen einsetzen. Verlockend für Krankenkassen ist in diesem Kontext auch, dass sie als Anbieter an der Definition der Inhalte mitwirken und damit auch die ökonomischen Rahmenbedingungen mitgestalten können.

Die Behandlung soll nach evidenz-basierten Leitlinien ausgerichtet werden. Die Deutsche Diabetes Gesellschaft kritisiert in diesem Zusammenhang, dass Studien, nach denen die Leitlinien ausgerichtet werden, mit Patientengruppen durchgeführt werden, die nicht dem Durchschnittspatienten entsprechen. So haben die DMP's zwar zu einer breiteren Versorgung geführt, aber nicht unbedingt zu einer verbesserten. Um die langfristigen Ziele der DMP's erreichen zu können, müssen weitere Reformen durchgeführt werden.

 

 
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Startseite arrow Arzt und Patient arrow Diabetes arrow Die Auswirkungen der Gesundheitsreform für Diabetiker  12:50    20.11.2017