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Der Ursprung von Phobien

ImageMenschen können vor fast allen Gegenständen und Situationen eine Phobie entwickeln. Woher diese Ängste allerdings kommen, das ist in vielen Fällen schwer herauszufinden. Bisher wissen die Forscher noch nicht, wodurch eine Phobie im Einzelfall verursacht wird. Doch es gibt verschiedene Lösungsansätze.

Mögliche Erklärungen liefern zum Beispiel die Psychoanalyse, die Lerntheorie und die Genetik. Bei der Psychoanalyse geht man davon aus, dass die Ängste, unter denen der Betroffene leidet, die Folge eines inneren Konfliktes sind. Er trägt Probleme in seinem Inneren mit sich herum, die er nicht lösen kann. Als Folge hiervon und um diesen Problemen aus dem Weg zu gehen, werden diese als Phobie nach außen verlagert. Seine Angst, die der Betroffene in sich trägt, wird also auf ein Objekt gerichtet, das sich außerhalb seines Körpers befindet.

Anders argumentiert die Lerntheorie, wenn es um die Ursachen von Phobien geht. Die besagt, dass die Angst erlernt werden kann, indem sie von einer anderen Person übernommen wird. Wenn also in der Kindheit eine nahestehende Person, wie etwa die Mutter, Angst vor Spinnen hat, so wird sich diese Angst auch auf das Kind übertragen. Dieses sieht bei der Mutter, wie sie mit solchen Situationen umgeht und übernimmt dieses Verhalten dann. Erlebt ein Kind also tagtäglich, wie die eigene Mutter panische Angst vor Spinnen hat, so ist es gut möglich, dass auch das Kind diese Angst entwickelt.

Ein weiterer Ansatz zur Erklärung von Phobien kann die genetische Veranlagung sein. Leidet also ein Familienmitglied oder die Eltern unter gewissen Phobien, so kann sich dies auf die Kinder vererben. Erkenntnisse aus der Zwillingsforschung weisen darauf hin, dass genetische Faktoren eine gewisse Rolle spielen.
Experten sind sich allerdings einig, dass in den meisten Fällen nicht nur ein Faktor für eine Erkrankung verantwortlich ist. Diese tritt meistens erst dann auf, wenn mehrere Ursachen zusammenkommen.

Bekannt ist hingegen, dass die Entstehung von Phobien maßgeblich durch Wahrnehmungs- und Denkprozesse beeinflusst werden. Die komplexen Prozesse im Gehirn, die Angstgefühle erzeugen, laufen mit enormer Geschwindigkeit und daher vielfach unbewusst ab. Wenn unsere Augen eine Gefahr sehen, wird ein Warnsignal blitzschnell an unser Gehirn geleitet und landet in der so genannten Amygdala. Ist diese aktiviert, läuft ein Angst-Flucht-Schema ab, das Menschen seit Urzeiten durchs Leben begleitet. Dabei werden die Hormone Noradrenalin und Cortisol ausgeschüttet, die den ganzen Körper in Alarmbereitschaft versetzen. Die Folge ist, dass der Puls schneller wird, die Muskeln spannen sich an und Panik macht sich breit. Studien haben gezeigt, dass diese Emotionen auch unbewusst aktiviert werden können. Die betroffenen Personen nehmen also nicht erst die Gefahr wahr und reagieren danach auf diese mit ängstlichen Gefühlen, sondern sie reagieren erst emotional und realisieren danach die Bedrohung.

 

 

 
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