Die Diagnose: depressive Störung, oder wie der Volksmund sagt: Depression. In westlichen Industrienationen eine weitverbreitete Krankheit Seit 1980 stieg die Zahl der wegen Depressionen behandelten Menschen in den USA um fast 40 Prozent. Anscheinend trägt der Leistungsdruck und damit verbunden Stress und Unsicherheit dazu bei, dass die Krankheit langsam zum Volksleiden mutiert. Schätzungen zu Folge kostet sie der Volkswirtschaft jährlich 17 Milliarden Euro – allein in Deutschland. Eine angemessene Behandlung kann einem Großteil der Patienten helfen, wieder in ein normales Leben zurückzufinden.
Die richtige Therapie ist entscheidend Doch gerade die Auswahl der richtigen Therapie erweist sich als schwierig. Nach wie vor werden Depressionen oft falsch behandelt, obwohl ausreichend unterschiedliche Behandlungsmethoden und Medikamente zur Verfügung stehen. Patienten wie Ärzte stehen in der Pflicht sich so genau wie möglich über ihre Krankheit zu informieren, um einen Behandlungsplan aufzustellen, der die richtige Therapie, bzw. Medikation ermöglicht. Unterschiedliche Behandlung von uni- und bi-polaren Störungen Zu unterscheiden ist hier prinzipiell zwischen einer Unipolaren und einer bi-polaren Störung, die nach jeweils anderen Behandlungsformen verlangen. Bei ersterer werden Wirkstoffe eingesetzt, welche den Botenstoff-Haushalt im Gehirn regulieren sollen. Zugelassen in Deutschland sind hierfür u.a.: Selektive Serotonin-Rückaufnahme-Hemmer (SSRI), Tri- und Tetrazyklika, selektive Noradrenalin-Rückaufnahme-Hemmer und Monoaminooxidase-Hemmer. Sollen die Konzentration der Botenstoffe Noradrenalin und Serotonin erhöhen, um die Aufnahme in den Nervenzellen erleichtern. Die Erfolgsquote ist hier relativ hoch und die Medikamente machen den Patienten nicht abhängig. Eine individuelle Einstellung der Medikation kann mehrere Wochen in Anspruch nehmen. In dieser Zeit ist die psychologische Betreuung besonders wichtig. Bei Patienten mit einer bi-polaren Störung werden vor allem stimmungsaufhellende- bzw. stabilisierende Medikamente eingesetzt. Oft wird ist eine begleitende Therapie wichtig, da noch kein ideales Medikament für diese Form der Krankheit gefunden wurde. Neben der pharmakologischen Behandlung mit Antidepressiva steht oft ein psychotherapeutisches Verfahren, dass die Patienten zu Aktivität leiten soll. Kognitive Verhaltenstherapie Die kognitive Verhaltenstherapie des amerikanischen Psychiaters Aaron Beck soll vor allem Depressiven helfen, die vordergründig psychische Probleme haben. Hierbei soll zu positivem Denken angeregt werden, um Selbstvertrauen aufzubauen und vorhandene, negative Denkmuster zu brechen. Durch gezielte, schrittweise Anleitung zu mehr Aktivität sollen soziale Fähigkeiten trainiert werden, um die depressive Störung zu überwinden. Weitere Therapieformen die zur Bekämpfung von Depressionen eingesetzt werden finden sie unter dem Artikel: Therapieformen gegen Depression: Ein kurzer Überblick. Autor: Tobias Röver |