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Behandeln statt kratzen: Was tun bei Juckreiz?

ImageMenschen, die unter chronischem Juckreiz leiden, erleben dadurch sehr häufig große Einschränkungen in ihrem Alltag. Da die Ursachen sehr unterschiedlich sein können, gibt es auch keine einheitliche Behandlung.

 

Juckreiz ist ein Alarmsignal der Haut

Wichtig beim medizinischen Umgang mit dem Jucken ist, die Ursachen zu erkennen, um dann diese richtig zu therapieren. Gelingt dies, verschwindet auch meist der unangenehme Reiz. Juckreiz dient ähnlich wie Schmerz oder Temperaturempfinden zunächst als Schutzmechanismus. Die Haut meldet, dass etwas nicht stimmt. Dies kann etwa ein Fremdkörper wie Insekten oder giftige Stoffe sein, der sich auf der Haut festgesetzt hat. In diesem Fall dient der Juckreiz als Aufforderung an das Gehirn, diesen Fremdkörper von der Haut zu entfernen. Bei manchen Menschen tritt der Juckreiz aber sehr häufig auf, man spricht von einem chronischen Juckreiz.

Wie stark der Juckreiz ist, ob er sich nur in bestimmten Hautregionen auftritt oder sich über den ganzen Körper verteilt, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Ist er scharf begrenzt und gut lokalisierbar, wird er als epikritischer Pruritus bezeichnet, ist er brennend und schlecht lokalisierbar, als protopathischer Juckreiz. Treten gleichzeitig zum Juckreiz auch Veränderungen der Haut auf, spricht man von einem Prurigo. Die Stärke des Juckens ist abhängig von verschiedenen Botenstoffen. Diese kommen aus der Haut und dem Blut und treffen in der Haut auf Nervenenden. Dies wird dann als Juckreiz wahrgenommen. Doch nicht nur Botenstoffe spielen eine Rolle, sondern es treten verschiedene mechanische, physikalische und chemische Einflüsse auf. Auch psychische Faktoren spielen eine Rolle. Viele Neurodermitiker kennen die Situation, daß die Haut allein deshalb juckt, weil über Juckreiz gesprochen wird.

 

Auch wenn es schwer fällt: Kratzen ist ungesund und zu vermeiden

Treffen die Botenstoffe auf die Haut, wird die Juckempfindung dann über die Nerven des Rückenmarks zum Gehirn transportiert, wo unmittelbar das Verlangen zu Kratzen ausgelöst wird. Dieses Kratzen kann nur sehr schwer unterdrückt werden. Für kurze Zeit ist es möglich, aber für längere Dauer reicht die Willensstärke oft nicht aus und der Patient kratzt sich an der betreffenden Stelle. Dadurch werden entzündliche Reaktionen in der Haut stimuliert und der Juckreiz wird weiter verstärkt. Das Kratzen der Haut kann auch zu kleinen Verletzungen führen, durch die Fremdstoffe in die Haut eindringen können. Das Immunsystem reagiert mit einer Entzündung. Dringen Bakterien in die vorgeschädigte Haut ein, kann eine Infektion die Folge sein. Alle diese Prozesse verursachen Juckreiz. Man spricht daher auch von einem Juckreiz-Kratz-Teufelskreis. Unter dem Gefühl, sich ständig kratzen zu müssen, leiden sehr viele Patienten Häufig mindet dies sehr stark die Lebensqualität, die Folgen sind Ungeduld, Einschränkung der Aktivitäten, Konzentrationsschwierigkeiten oder Gefühle der Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung. Manche Patienten ziehen sich auch aus ihrem sozialen Umfeld zurück. Daraus ergeben sich häufig Konflikte, durch die die Krankheit sich weiter verschlechtert.




 

 
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