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Barmer GEK deckt hohe Fehlversorgung bei Medikamenten auf

ImageDer Arzneimittelreport der gesetzlichen Krankenkasse Barmer GEK brachte im Jahr 2011 Erschreckendes zu Tage: Es wurde eine bestürzende und zum Teil unerklärliche Fehlversorgung festgestellt.



Bei der Auswertung von etwa neun Millionen Versicherten und ihren Medikamentenausgaben in Höhe von vier Milliarden Euro wurde eine erhebliche Fehlversorgung deutlich. Wie bei der Bekanntgabe der Ergebnisse aufgezeigt wurde, stellt diese Fehlversorgung nicht nur eine erhebliche Geldverschwendung dar, sondern geht auch zu Lasten der Patienten selbst. Gesundheitsökonom Gerd Glaeske, der die Daten der Versicherten ausgewertet hat, bezeichnete die Befunde als „besorgniserregend“ und „bestürzend“. Vor allem vier besonders schwere Fälle von Fehlversorgung im deutschen Gesundheitssystem werden durch den Arzneimittelreport deutlich.

Neue Anti-Baby-Pille ist gefährlicher und wird dennoch verschrieben

Eine neue Art von Anti-Baby-Pille, die viel gefährlicher als die alte Art zu sein scheint, wird zunehmend häufiger verordnet. Wie festgestellt wurde, kann es bei Frauen durch die neue Pille viel häufiger zu gefährlichen Thrombosen kommen. Während bei der alten Pille auf 100.000 Frauen maximal 20 gefährliche Thromboseerkrankungen kamen, ist die Gefährdung bei der neuen Pillen nun fast doppelt so hoch. Dies liegt, laut der Krankenkasse, vor allem daran, dass die Hormonzusammensetzung der Unternehmen geändert wurde.


Gefährliches Schmerzmittel erlebt Comeback

Doch nicht nur neue Medikamente werden verschrieben, obwohl sie nicht ungefährlich scheinen, auch alte Medikamente, die in der Vergangenheit in Verruf geraten sind, erleben laut dem Arneimittelreport ein Comeback. Das Schmerzmittel Novaminsulfon, auch bekannt als Novalgin und Metazimol, ist in mehrere Ländern verboten und sehr umstritten. Im Vergleich zum Vorjahr zeigt sich jedoch im Bezug auf die ärztliche Verordnung eine Steigerung um 178 Prozent. Eine Renaissance, die Glaeske aufgrund der Tatsache, dass das Mittel schon in den 80er Jahren wegen schwerer Nebenwirkungen nicht mehr verschrieben wurde, unerklärlich ist.


Demenzkranke werden mit falschen Medikamenten ruhig gestellt

Doch auch die medikamentöse Behandlung von Demenzkranken in Pflegeheimen wird stark kritisiert. So werden ihnen sogenannte Neuroleptika verabreicht, die eher zur Behandlung von Psychosen als von altersbedingter Demenz geeignet sind. Dadurch erhöht sich nachweislich das Sterberisiko. Offenbar, so mutmaßt Glaeske, sei ein Grund dafür bei der Tatsache zu suchen, dass es den Heimen an Pflegekräften fehlt.


Alkoholikern wird süchtig machendes Schlafmittel verabreicht

Bei den Alkoholikern zeigt sich ein ganz adäquates Bild. Obwohl jeder Arzt wissen müsste, dass dies grundfalsch ist und es oftmals den Rückfall in die Alkoholabhängigkeit bedeutet, werden mindestens 13 Prozent der Alkoholabhängigen so genannte Bezodiazepine verschrieben. Bei diesen Medikamenten handelt es sich um Schlafmittel, die in sich ein großes Suchtpotenzial bergen und Menschen mit einem hohen Suchtpotenzial eigentlich keinesfalls ausgehändigt werden dürften. Als Alternative stünden Antidepressiva ohne Suchtpotenzial zur Verfügung.

 

 
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Startseite arrow Medikamente und Co arrow Rund um Arzneimittel arrow Barmer GEK deckt hohe Fehlversorgung bei Medikamenten auf  08:14    22.11.2017