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Apotheken-Schock: Über 3000 Medikamente nicht mehr zuzahlungsbefreit

Über 3000 Medikamente nicht mehr zuzahlungsbefreit05.09.2010

Seit Anfang September hat sich die Zahl der zuzahlungsbefreiten Medikamente schlagartig reduziert. Waren im August noch 9618 Arzneimittel ausschließlich per Rezept und ohne Kassenklingeln in der Apotheke zu haben, beläuft sich diese Zahl inzwischen nur noch auf 6308 Mittel.




Eine Nachfrage von krankenkassenRATGEBER.de beim GKV-Spitzenverband ergab, dass eine Anpassung der Festbeträge für diese Veränderung mit verantwortlich ist. In einer Pressemitteilung haben die GKV-Spitzen über einen entsprechenden Beschluss vom 27.08.2010 informiert. In der Meldung heißt es, von der Anpassung seien Arzneimittel zur Anwendung bei Schmerzen und Fieber sowie zur Behandlung von Lungenerkrankungen betroffen.

Festbeträge sind ein marktpolitisches Instrument, mit dem auf die Entwicklung der Arzneimittelausgaben Einfluss genommen werden soll. Experten und Spitzengremien der Krankenkassen legen für jedes auf Rezept erhältliche Mittel regelmäßig Höchstbeträge fest, die die Krankenkassen maximal erstatten dürfen. Die aktuelle Senkung der Erstattungsbeträge soll zu Einsparungen von 55 Mio Euro führen.

Ein Arzneimittel ist gesetzlich von der Zuzahlung befreit, wenn der Herstellerpreis mindestens 30 Prozent unter dem für dieses Mittel festgelegten GKV-Festbetrag liegt. Senkt der GKV-Spitzenverband nun für sehr viele Arzneimittel gleichzeitig die Festbeträge oder heben die Pharmahersteller die Preise massiv an, können auf diese Weise nun tausende Arzneimittel aus der Zuzahlungsbefreiung herausfallen.

Eine Festbetragssenkung soll die Hersteller eigentlich zu Preisabschlägen animieren. Es bleibt also abzuwarten, ob die Pharmafirmen mit den Preisen für die betroffenen Präparate nach unten gehen, um die 30-Prozent-Marke zu unterschreiten. Wenden die Krankenkassen für bestimmte Präparate zu oft hintereinander das Druckmittel Festbetrag an, stellen sich die Hersteller irgendwann quer – zum Nachteil der Patienten, die in der Apotheke dann die Mehrkosten zu tragen haben. Die eingesparten 55 Mio Euro könnten so zu einer dicken Mehrbelastung der Versicherten werden - was de facto einer Leistungskürzung gleichkommt.  


Mit dem Zuzahlungs-Rechner können Sie nachprüfen, ob Ihr Medikament noch zuzahlungsbefreit ist und nach alternativen wirkstoffgleichen Präparaten recherchieren.

 

 

 
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