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An die Hand genommen - Hausärzte dienen als Lotsen im Gesundheitssystem

Arzt schaut sich Röntgenbild anHausarzt - das klingt nach Familie. Allgemeinarzt – das klingt nach nur reiner Medizin Wer zu seinem Hausarzt geht, erwartet nicht in erster Linie sofort geheilt zu werden. Statt dessen wünscht man sich eine Begleitung währnd der Genesung. Der Hausarzt soll sich den Leiden der Patienten annehmen und ihnen zuhören.

Dieses schon lang bestehende grundlegende Prinzip des Verhältnis von Hausarzt und Patient wurde in den vergangenen Jahren durch die zahlreichen Hausarztverträge zusätzlich gestärkt. Die Idee ist schnell erklärt: Im immer komplizierteren Gesundheitssystem soll der Hausarzt als Lotse gelten. Er nimmt den Patienten an die Hand, überwacht die Krankenakten und tauscht sich mit Fachärzten aus. Im Gegenzug dazu verpflichtet sich der Patient immer wieder zum gleichen Hausarzt zu gehen. Ein Facharzt kann nicht direkt aufgesucht werden, zuvor ist eine Konsultation beim Hausarzt notwendig.
Der Patient wird dafür nicht nur mit einer intensiveren Betreuung belohnt, sondern auch mit einem finanziellen Anreiz. Bei fast allen Verträgen wird die Praxisgebü nur einmal jährlich erhoben. Bei anderen Verträgen gibt es zusätzliche Boni. Ziel der Verträge ist es, die Versorgungsqualität zu verbessern. Zugleich sollen aber auch die Versorgungsmittel optimal eingesetzt werden - in qualitativer aber auch in finanzieller Hinsicht.

Laut Informationen des Bundesministeriums für Gesundheit haben derzeit über 31 Mio. Versicherte die Möglichkeit an einem Hausarztmodell teilzunehmen. Über 5,9 Mio. Patienten nehmen bereits daran teil. Bis auf den Barmer-Vertrag sind alle Programme regional ausgelegt. Bei mehr als der Hälfte davon sind die Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) als Vertragspartner beteiligt. In Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und im Saarland arbeiten die KVen mit dem Hausärzteverband beziehungsweise der hausärztlichen Vertragsgemeinschaft zusammen.


Richterliches Tauziehen um Status der Programme


Im vergangenen Jahr wankte das Hausarztmodell der Barmer durch eine Urteil des Landessozialgerichts in Thüringen. Bisher hatte die Krankenkasse das Modell im Rahmen der integrierten Versorgung abgerechnet - jene Programme, die verschiedene Leistungserbringer zu einem bestimmten Krankheitsbild zusammenführen. Das Gericht urteilte nun jedoch, dass es sich beim Hausarztprogramm nicht um eine Vernetzung von verschiedenen Leistungsanbietern sei, da die Apotheken nicht als eigenständig gelten würden.

Die Barmer ging in Revision, doch sie bekam auch vor dem Bundessozialgericht kein Recht. Seit Ende letzten Jahres zählen die Hausarztprogramme nicht mehr zu den integrierten Versorgungsprogrammen. Für die Barmer bedeutet dies finanzielle Einschränkung, denn für integrierte Versorgungsverträge gibt es zusätzlich Geld. Dennoch hält die Kasse an ihrem Hausarztprogramm fest. Denn das Programm stößt auf großes Interesse. Inzwischen haben auch zahlreiche andere Krankenkassen diese Programme eingeführt. 


 Autor: Julia Rauschenbach


 

 
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