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A wie Aufzahlung: Wenn Medikamente plötzlich mehr Kosten

ImageZuzahlung, Aufzahlung, Mehrkosten... Immer neue verwirrende Begriffe gibt es für den simplen Fakt, dass Arzneimittel beim Einkauf teurer werden. Was sind die Unterschiede und wie kann man sparen ?

Die Regelungen zur Zuzahlung in der Apotheke sind uns fast schon in Fleisch und Blut übergegangen: 10 % Rezeptgebühr für verschreibungspflichtige Arzneimittel, wobei sich der Betrag immer mindestens auf 5 Euro und maximal 10 Euro pro Arzneimittel beläuft. Ausnahme: Besonders günstige wirkstoffgleiche Medikamente ( sog. Generika ) sind in vielen Fällen von der Zuzahlung befreit. Ebenfalls ohne Zuzahlung bleiben alle Medikamente unter 5 Euro.

Bei Kindern und Patienten mit Härtefallregelung gibt es normalerweise keine Zuzahlung. Nun kann es aber passieren, dass neben der üblichen Rezeptgebühr auch noch sogenannte Mehrkosten beim Kauf in der Apotheke fällig werden.

Scarlet M. (36) aus Würzburg (Namen und Wohnort geändert) hat einen Sohn, der unter ADHS, im Volksmund auch irreführend „Zappelphillipp“ genannt, leidet und deshalb permanent Medikamente einnehmen muss, um sich in der Schule konzentrieren zu können.
Die meisten ADHS-Mittel beinhalten den Wirkstoff Methylphenidat. Dieser Wirkstoff ist die Grundlage vieler ADHS-Medikamente ( z.B. Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym ) und wird in den unterschiedlichsten Dosierungen und Wirkformen verschrieben.

Im Juni diesen Jahres musste Scarlet M. beim monatlichen Medikamentenkauf plötzlich Mehrkosten von 9,83 € für die gewohnte Packung des Medikaments bezahlen – auf dem Quittungszettel als Extra-Posten aufgeführt. Weil pro Monat eine Packung verbraucht wird, kommen plötzlich fast 120 € pro Jahr an Arzneikosten auf die Familie hinzu. Auf Nachfrage bei ihrer Ärztin erfuhr sie, dass der Hersteller in einem Schreiben erklärt habe, dass die Krankenkassen nicht mehr den vollen Betrag für dieses Medikament übernehmen würden. Der entsprechende Festbetrag sei erneut abgesenkt worden.

Die Krankenkasse erklärte ihr auf Anfrage, dass das Kind ja auf ein anderes Medikament ohne Aufzahlung „umsteigen" könne, beispielsweise auf ein preiswertes Generikum . Das Dilemma war perfekt. Denn Scarlet M. hatte die Erfahrung machen müssen, dass ihr Sohn einzig und allein mit dem betroffenen Medikament gute Lernerfolge in der Schule hatte, was an der speziellen Dosierung und Wirkung liegt.

Wenn der Apothekenverkaufspreis über dem Festbetrag liegt, so muss diese
Differenz aus eigener Tasche bezahlt werden (Mehrkosten = Aufzahlung). Das gilt leider auch für Kinder oder zuzahlungsbefreite Versicherte. In der Regel gibt es aber mehrkostenfreie Alternativen, nach denen man sich beim Arzt, Apotheker oder im Internet erkundigen kann.

Wenn wie im Fall von Scarlet M. und ihrem Sohn kein alternatives Medikament in Frage kommt, kann ein Kassenwechsel helfen. Denn bestimmte Krankenkassen haben spezielle Rabattverträge mit den Herstellern abgeschlossen. Darum kann es passieren, dass der eine Versicherte von Mehrkosten betroffen ist, der andere in den Genuss von Rabattverträgen kommt und in der Apotheke sein Portemonnaie nicht zücken muss.

 


 

 
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